Billiges US-Geld stützt den kranken Mann am Bosporus

Die Fortführung der Niedrig-Zinspolitik durch die US-Notenbank Fed spült neuerlich „billiges Geld“ in die globalen Märkte. Ein Hauptprofiteur von dieser US-Zinsenpolitik ist das NATO-Mitglied Türkei. So hat die Fortführung der Niedrig-Zinspolitik am vergangenen Freitag sogar kurzfristig dazu geführt, dass der Aktienindex der Istanbuler Börse (BIST 100) um nicht weniger als 6,44 Prozent angezogen hat. Mit insgesamt 79.466 Punkten erreichter der BIST 100 heuer den Drei-Monatshöchststand.

Darüber freuen kann sich der türkisch-islamistische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan. Er ist der wichtigste Verbündete der USA im Konflikt mit Syrien und die Türkei einer der wenigen NATO-Staaten, die offensiv hinter einem Militärschlag gegen die Syrier stehen würden. Hintergrund dafür ist der Plan Erdogans, die Türkei in dieser Region zur entscheidenden Kraft zu machen, nachdem der ehemalige enge Verbündete Ägypten seit der Revolution im Chaos versunken ist.

Türkische Wirtschaftsdaten zeigen „kranken Mann am Bosporus“

Obwohl die Börse zuletzt angezogen hat, zeigen die türkischen Wirtschaftsdaten insgesamt einen „kranken Mann am Bosporus“. Arbeitslosigkeit und Inflationsrate zeigen nach unten. So sind die Konsumentenpreise im August 2013 um stolze 8,17 Prozent angestiegen. Allein die Lebensmittelpreise sind um über zehn Prozent in die Höhe geschossen. Und die Arbeitslosigkeitsrate steht trotz offizieller „Statistikbehübschung“ bei über 15 Prozent, wenn man die Langzeitarbeitslosen dazuzählt. Gleichzeitig drücken hohe Energiepreise auf das Wirtschaftswachstum und das Außenhandelsdefizit.

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