Parteispitze der deutschen Grünen soll nach Wahlniederlage gehen

Die deutschen Grünen stehen nach der großen Wahlniederlage bei den Bundestagswahlen vor einem politischen Trümmerhaufen. Mit einem Verlust von 2,3 Prozent und dem deutlichen Abrutschen unter die Zehn-Prozent-Marke sind die Grünen wieder zu einer überschaubaren politischen Kraft geworden. Die Großmannssucht, die sie bereits ein Überspringen der 20-Prozent als Ziel formulieren ließ, ist verflogen.

In den letzten Jahren vertrat die „Viererbande“ aus Claudia Roth, Cem Özdemir, Jürgen Trittin und Katrin Göring-Eckardt die grüne Politik in Deutschland. Dies könnte sich nun ändern. Parteichefin Claudia Roth kündigte nach dem Wahldebakel vom vergangenen Sonntag den Rücktritt des gesamten Parteivorstandes an. Damit müssten alle vier Promi-Grünen die Parteispitze verlassen.

Pädophilen-Lobbyist Trittin möchte Fraktionsvorsitzender werden

Aber bereits jetzt brechen Flügelkämpfe aus und wird nach neuen Positionen geschielt. Unabhängig von Koalitionsspekulationen geht es um die lukrativen und einflussreichen Posten des Fraktionsvorsitzenden und des Bundestagsvorsitzenden. Langzeit-Parteichefin Roth möchte gerne Bundestagsvizepräsidentin werden, dem glücklosen Spitzenkandidaten Jürgen Trittin werden Ambitionen auf den Fraktionsvorsitz nachgesagt. Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck hingegen will sich um dieses Amt nicht mehr bewerben.

Mit Trittin eint Beck jedoch sein „Vorleben“ in Sachen parteipolitischem Lobbyismus für die Pädophilenszene in den achtziger Jahren. Die Diskussion um diese delikate Vergangenheit von Trittin hat auch in der Wahlbewegung eine äußerst negative Rolle für die Grünen gespielt. Dies könnte nun auch ein handfestes Argument für die Partei sein, sich der bisherigen Galionsfigur zu entledigen.

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