Internationaler Währungsfonds möchte unbedingt Schuldenunion

Wenige Tage nach der deutschen Bundestagswahl beginnt der Internationale Währungsfonds (IWF) nun, für die Schuldenunion zu lobbyieren. Ziel ist es, die Schulden der notleidenden Südstaaten Griechenland, Spanien, Portugal und Italien, aber auch Frankreichs, zu „vergemeinschaften“. Ergebnis dieser Strategie: Deutschland und die anderen „Nettozahler“ wie Österreich oder die Niederlande sollen für die Schulden der Krisenstaaten haften.

Architekten dieser Schuldenunion sind die beiden Franzosen Pierre Moscovici und Christine Lagarde. Lagarde als IWF-Chefin war früher christdemokratische Finanzministerin in Frankreich unter Nicolas Sarkozy, Mosovici ist derzeit sozialistischer Finanzminister unter Präsident Francois Hollande. Ihre Strategie, die Schuldenunion durchzusetzen, soll vor allem ihrem marodes Heimatland Frankreich helfen, dessen verfehlte Finanzpolitik der letzten Jahre die beiden Politiker zu verantworten haben.

Pläne für eine finanzielle „Komplett-Vergemeinschaftung“

Münden soll dieser Masterplan in einer „Komplett-Vergemeinschaftung“ der Schulden in der Eurozone. In einem IWF-Strategiepapier wird ein „temporärer Finanztransfer“ gefordert, dazu gesellen sich eine Haushaltsaufsicht und die Einführung der Bankenunion. Abgerundet wird die Vergemeinschaftung durch eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung und ein eigenes Eurozonen-Budget. Die finanziell noch halbwegs potenten Mitgliedsländer und deren Bürger würden dann „ohne Wenn und Aber“ für die finanziellen Abenteuer der schwachen Eurostaaten und maroden Banken zur Kasse gebeten werden.

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