Frankreichs Sozialisten machen mit Roma kurzen Prozess

In der Roma-Politik unter Staatspräsident Francois Hollande kehrt man nun offensichtlich endgültig zu jener Vorgangsweise zurück, die schon sein Amtsvorgänger Sarkozy verfolgt hatte. Die unkontrollierte Zuwanderung von Roma, vor allem aus Bulgarien und Rumänien nach Frankreich, führt zu massivem Unmut in der französischen Bevölkerung. Bis zu 20.000 sollen sich derzeit mehr oder weniger illegal in Frankreich aufhalten. Der sozialistische Inneminister Manuel Valls stellt sich nun gegen diese zugewanderten Romagruppen und schlägt einen harten Kurs ein.

Gegenüber den Medien erklärte er, dass sich die Roma nicht integrieren könnten, da ihre Lebensweise im Gegensatz zu jener der Franzosen zu unterschiedlich ist. Für Valls ist die einzige Lösung, die illegalen Roma-Lager aufzulösen und diese in ihre südosteuropäische Heimat zurückzuschicken. In den letzten Tagen wurden einzelne Roma-Lager polizeilich geräumt und mit Baumaschinen beseitigt.

Streit wegen Roma in der Linken entbrannt

Valls, der die Meinung des einfachen Volkes auf seiner Seite weiß, muss sich jetzt jedoch gegen politische „Heckenschützen“ aus den Reihen der eigenen Linken wehren. An der Spitze der Kritiker von Valls steht die rot-grüne Wohnbauministerin Cécile Duflot, die diesen bezichtigt, mit seiner Rückführungspolitik gegenüber den Roma die „Werte der Republik“ zu verletzen. Dagegen erhält der sozialistische Innenminister Unterstützung durch die konservative Opposition. Der Abgeordnete der bürgerlichen UMP, Eric Ciotti etwa, stellte für seine Fraktion fest, dass Valls lediglich Fakten darstelle und danach handle.

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