BZÖ befindet sich in Komplett-Auflösung

Zu einer Komplett-Auflösung scheint es nun im abgewählten Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) zu kommen. Obwohl man eigentlich die „Zukunft“ im Parteinamen erwähnt, gesteht man sich diese selbst offensichtlich nicht mehr zu. Nach Kritik an der Wahlkampf- und Parteiführung von Josef Bucher durch den stellvertretenden Klubobmann Stefan Petzner wurde dieser vom geschäftsführenden Landesparteiobmann Sigisbert Dolinschek aus Kärnten kurzfristig aus der Partei ausgeschlossen. Mittlerweile ist der erfolglose Parteiobmann des BZÖ, Josef Bucher, zurückgetreten und möchte sich in die Privatwirtschaft zurückziehen.

Gleichzeitig mit dem Ausschluss Petzners entbrannte auch ein Konflikt mit der nur aus zwei Abgeordneten bestehenden Kärntner BZÖ-Landtagstruppe. Es gingen Gerüchte, wonach der bisherige Partei- und Klubobmann Josef Bucher nach seiner Abwahl ein Kärntner Landtagsmandat übernehmen will. Dort leisten die beiden BZÖ-Landtagsabgeordneten Wilhelm Korak und Johanna Trodt-Limpl nachhaltigen Widerstand gegen die Rückkehr Buchers, da dies einen der beiden den Landtagssitz kosten würde. Diese beiden und der EU-Abgeordnete Ewald Stadler, ebenfalls ein Gegner Buchers, sind die einzigen Mandatare, über die das BZÖ nach den Nationalratswahlen noch verfügt.

BZÖ österreichweit vom Wähler abgestraft

Mit 3,53 Prozent wurde das BZÖ vom Wähler am 29. September 2013 deutlich abgestraft. Nur noch im ehemaligen BZÖ-Stammland Kärnten konnte die Partei mit 10,8 Prozent überdurchschnittlich abschneiden, genau hier könnte es aber bald zu einer Abspaltung von der erfolglosen Bundespartei kommen. Auch für die EU-Wahlen geben Insider der Truppe keine Chancen mehr auf einen Wiedereinzug. Damit sind die „Orangen“ wohl endgültig Geschichte.

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