ÖVP-Interessensvertreter schwänzten Raucher-Flashmob

Für 3. Oktober 2013 organisierte der Wiener Gastronom Heinz Pollischansky einen sogenannten Raucher-Flashmob um 12 Uhr Mittag am Wiener Stephansplatz. Ungefähr 400 Raucher waren der Einladung zu dieser öffentlichen Demonstration gegen Gesetzesvorhaben auf der Ebene der Europäischen Union, aber auch Österreichs, im Zusammenhang mit dem Nichtraucherschutz gefolgt. Inhaltlich ging es gegen weitere Verschärfungen des Gesundheitsministeriums im Zusammenhang mit der räumlichen Trennung von Raucher- und Nichtraucherbereich in der Gastronomie sowie gegen zusätzliche Schikanen bei der Produktpräsentation und Tabakwerbung.

Unter den Teilnehmern war auch eine Abordnung aus freiheitlichen Trafikantenvertretern, an der Spitze Ronald Walter (FPÖ Pro Mittelstand), die ihre Solidarität zum Ausdruck brachten, da die Schikanen aus Brüssel und dem Wiener Gesundheitsministerium neben den Gastronomen vor allem auch die Trafikanten in ihrer Existenz bedrohen.

ÖVP-Wirtschaftsbund schwänzte Raucher-Flashmob

Obwohl es um zentrale Interessen des Berufsstandes der österreichischen Trafikanten ging, glänzten die Kammervertreter aus den Reihen des ÖVP-Wirtschaftsbundes wieder einmal durch Abwesenheit. Weder Bundesgremialobmann Peter Trinkl noch der Wiener Landesgremialobmann Peter Ruschka fanden es der Mühe wert, ihre Solidarität mit dieser Initiative durch ihre Anwesenheit zu dokumentieren.

Dies brachte ihnen harsche Kritik aus den Reihen der freiheitlichen Berufsvertreter aus dem Österreichischen Trafikantenverband/RfW und FPÖ Pro Mittelstand ein. Ernst Gehring und sein Wiener Kollege Ronald Walter finden klare Worte zum Verhalten der Wirtschaftsbündler:

Seit vielen Jahren lassen sie sich quasi am Nasenring durch das ÖVP-geführte Finanzministerium und die Monopolverwaltung ziehen und vergessen dabei die Interessen ihrer Berufskollegen. Es ist fünf Minuten vor zwölf. Wir freiheitliche Trafikantenvertreter nehmen unsere Verantwortung im Gegensatz zu den ÖVP-Wirtschaftsbund-Funktionären ernst. So treten wir für die Erhöhung der Handelsspanne, die Verlängerung des Zahlungsziels, Lotto/Toto-Annahmesstellen ausschließlich für Trafikanten, die Wiedereinführung der 200 Stück-Regelung und einen Tabaksteuerstopp ein.

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