Luxuspensionen: Warum schützt Krone-Schreiber Pándi Peter Pilz?

Elisabeth Gehrer, Elmar Oberhauser, Wolfgang Schüssel, der früheren ORF-General Gerd Bacher, die frühere Ministerin Christa Krammer, Ex-ÖIAG-Chef Peter Michaelis und Franz Vranitzky – sie alle sollen laut Kronen-Zeitung-Innenpolitikchef Claus Pándi eine Luxuspension erhalten. Michaelis sogar 70.000 Euro jährlich als Zusatzrente. Wenn das stimmt, ist es wirklich ein Skandal! Doch warum vergisst Pándi bei seinen “Aufdecker-Geschichten” immer Peter Pilz?

Die Vorlage für die Luxuspensions-Story des Herrn Pándi lieferte die zurückgetretene Ministerin Claudia Schmied (SPÖ), die in der Kronen Zeitung zum “Fall Schmied” wurde. Pándi behauptete in seinem Artikel, dass die 54-jährige Ex-Bildungsministerin 69.818 Euro jährlich als Zusatzpension von der Kommunalkredit bekommen soll. Von jener Bank also, für deren Pleite die Steuerzahler 1,9 Milliarden Euro berappen mussten. Der Schönheitsfehler an diesem Skandal: Schmied behauptet in der Gratiszeitung Heute, dass sie ab dem 60. Lebensjahr 4.987 Euro Pension 14 Mal im Jahr erhält. Ihre Ex-Bank werde ihr keine Pension auszahlen, stellte sie in Heute klar.

Privilegienritter Peter Pilz

Was ist nun richtig, Herr Pándi? Wieder einmal schlecht recherchiert? Der Krone-Schreiber hat wieder in alter Manier gehandelt – frei nach dem Motto “Zuerst einmal draufhauen, es wird schon was hängen bleiben”. Doch warum nimmt sich der Ehemann von Kanzler-Faymann-Mitarbeiterin Angelika Feigl immer nur abgehalfterte Politiker und Manager vor und nicht die aktuellen “Fälle”, von denen es genügend gibt? Peter Pilz (Grüne) zum Beispiel ist so ein Pensions-Privilegienritter. Der 59-Jährige kann sich bereits auf eine üppige Politiker-Pension freuen – er verblieb im alten System und darf mit weit mehr als 6.000 Euro rechnen. Somit ist gesichert, dass er sich auch im Ruhestand weiterhin seine Sozialwohnung im Goethehof in Wien-Kaisermühlen leisten wird können.

Die wahre Geschichte ist im Buch

Pándi weiß davon seit dem “Reblaustreffen” mit dem Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf am 16. April 2012 im Gasthaus “Zum Renner” in Nußdorf. Er zeigte sich an diesem Thema zwar hochinteressiert, auch über das Miet- und Dissertationsprivileg des Herrn Pilz, doch einen Artikel gab es nie darüber. Auch jetzt wieder, als Pándi in der Krone die Pensions-Privilegienritter auflistete, wurde Peter Pilz “vergessen”. Macht nichts, die ganze Geschichte über das kuriose Treffen zwischen Graf und Pándi sowie die komplette Privilegienstory über Peter Pilz ist im Buch von Martin Graf mit dem Titel “Abgerechnet wird zum Schluss” zu lesen. Das Buch wird am 22. Oktober im Parlament vorgestellt und ist zum Subskriptionspreis im Unzensuriert-Laden erhältlich. 

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