SPÖ-Broukal lobt im ORF Martin Grafs Arbeit

Lob von einem gestandenen Roten für den Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf – das ist wahrlich nichts Alltägliches. Doch in der ORF-Sendung „Im Zentrum Spezial“ fand dieses Ereignis sogar in aller Öffentlichkeit statt. Dort überschlug sich der frühere SPÖ-Wissenschaftssprecher und ZIB-Moderator Josef Broukal mit Lobeshymnen über den „Buhmann“ der Sozialisten im Parlament.

Unter dem Titel „Die Qual nach der Wahl“ diskutierten bei Ingrid Thurnher Heidi Glück (ehemalige Pressesprecherin von Kanzler Wolfgang Schüssel), Ex-Justizminister Dieter Böhmdorfer (FPÖ), Grünen-Gründerin Freda Meissner-Blau, der kurzzeitige Kommunikationsberater des Team Stronach, Rudi Fußi, und eben Josef Broukal für die SPÖ über den Koalitionspoker der Parteien. Broukal nahm sich dabei kein Blatt vor den Mund und brachte als Beispiel einer guten Zusammenarbeit mit der FPÖ Martin Graf ins Spiel. Mit Graf hat Broukal im Wissenschaftsausschuss des Parlaments zusammengearbeitet. Im ORF sagte er wortwörtlich:

Einer meiner engsten Bündnispartner in meiner Zeit als Wissenschaftssprecher der SPÖ im Nationalrat war der Freiheitliche Abgeordnete Graf. Mit dem war ich mir in allem einig, Ausbau der Universitäten, Abschaffung der Studiengebühren, ja. Das – also, ja, mit dem ging das. Ich erinnere mich noch, als der Nationalrat dann auch mit den Stimmen der FPÖ die Studiengebühren abgeschafft hat und der SPÖ sozusagen die Chance gegeben hat, ein Wahlversprechen doch noch einzulösen und vor der nächsten Wahl als erledigt abzuliefern, wie Faymann dann von der Regierungsbank runtergeht und dem Graf und dem Strache die Hand gibt, vier Monate später war der Graf dann der Gottseibeiuns, mit dem wir nichts zu tun haben und es war ein schwerer Fehler, ihn zum Dritten Nationalratspräsidenten gewählt zu haben.

Dass Martin Graf für seine Arbeit im Parlament öffentlich so gelobt wird, ist in der Vergangenheit nicht sehr oft vorgekommen. Broukal hatte den Mut, über die Parteigrenzen hinweg zu argumentieren, wie übrigens auch der Grüne Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald, der in Grafs Buch „Abgerechnet wird zum Schluss“ ausführlich zu Wort kommt. In diesem Werk des Dritten Nationalratspräsidenten wird nicht nur die Politik zwischen Wahrheit und Wirklichkeit enttarnt, sondern es werden auch die vielen Erfolge aufgezählt, die Graf als FPÖ-Politiker im Europarat, im Ausland (Südamerika, Afrika, China)  oder in seiner Tätigkeit als Wissenschaftssprecher seiner Partei gefeiert hat.

Das Buch wird am 22. Oktober im Parlament vorgestellt und ist zum Subskriptionspreis im Unzensuriert-Laden erhältlich

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