Türke bringt Buch über seine Verbrechertaten heraus

Muhlis Ari lebte bis zu seinem 14. Lebensjahr in Deutschland und beging bis dahin über 60 Straftaten wie Diebstahl, Überfall, Drohung und Körperverletzung. Er wurde 1998 in die Türkei abgeschoben, was die Systempresse mit Empörung quittierte. Als er 2005 zurückkam, setzte er seine Kriminalität fort, fälschte unter anderem Arbeitsnachweise für die Arbeitsstunden, zu denen er verurteilt worden war.

Ein geplagter ehrlicher Mann?

Im Interview mit dem Spiegel mimt Ari einen ehrlichen jungen Mann, den die Vergangenheit traumatisiert habe: Er müsse im Gespräch mit Journalisten seine Vergangenheit “wieder und wieder emotional durchleben”. In seinem Buch sieht die Sache jedoch anders aus:

Mit Lust und Überzeugung berichtet er darin, wie er raubend und prügelnd durch die Stadt zieht – das Buch soll ja authentisch wirken. Dennoch kritisiert er, dass sein Fall (sowie seine Abschiebung) “ein gefundenes Fressen für die Politiker” war. Trotzdem war er “überhaupt kein Einzelfall, wie immer getan wurde. Es gab und gibt Tausende Jugendliche wie mich.”

Ari stellt sein Buch als Lebensgeschichte dar, die deutschen Jungtürken auf den richtigen Weg helfen soll. In Deutschland vorstellen kann er es leider nicht: Sollte er jemals wieder einen Fuß auf deutschen Boden setzen, wird er verhaftet. Natürlich, laut seiner Aussage, unschuldigerweise.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link