EU-Bankenaufsicht kostet Europäer zusätzliche 300 Millionen Euro

Die neue EU-Bankenaufsicht kommt die Europäer sehr teuer. Experten gehen von jährlichen Kosten von zumindest 300 Millionen Euro aus, die die neue Aufsichtsbehörde kosten wird. So sollen 1.000 hoch bezahlte Mitarbeiter nach einem Beschluss der EU-Finanzminister bei der Europäischen Zentralbank zusätzlich für die neuen Agenden eingestellt werden. Zusätzlich planen Teile der politischen Entscheidungsträger innerhalb der EU-Finanzpolitik weiterhin einen Bankenrettungsfonds und somit eine Bankenunion, in der die Risiken des maroden Bankenwesens „vergemeinschaftet“ werden sollen.

Effizienter soll die gesamte Banken- und Finanzaufsicht jedoch nicht werden, denn „Schattenbanken“, über die international hochriskante Derivate-Geschäfte abgewickelt werden, bleiben weiterhin außerhalb des Aufsichtsradius .

Nationale Bankenaufsichtsbehörden bleiben parallel aktiv

Wo die rund 1.000 Mitarbeiter für die neue Banken-Aufsichtsbehörde herkommen sollen, ist noch unklar. EZB-Experten gehen davon aus, dass man unter anderem in den bereits in einzelnen EU-Staaten befindlichen nationalen Aufsichtsbehörden um Mitarbeiter werben werde. Wie deren zukünftige Agenden gestaltet werden und ob diese parallel agieren werden, ist weiterhin unklar. Aktuell arbeiten in den einzelnen EU-Staaten mehr als 9.000 Mitarbeiter in den jeweiligen Banken- und Finanzaufsichtsbehörden. Mit wenig Effizienz, wie etwa Spanien beweist, das mit 2.686 Mitarbeitern um rund 500 Personen mehr beschäftigt als Deutschland, das Absacken des Bankensektors in den Spekulationssumpf jedoch in den letzten Jahren nicht verhindern konnte.

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