Freihandelsabkommen mit Kanada als Einfallstor für Gentechnik

Neue Bedrohungen kommen in Sachen Gentechnik auf Europa zu. Über die Hintertür könnten internationale Agrarkonzerne, an der Spitze Monsanto, schon bald ihre Gentechnikstrategie gegenüber den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union erfolgreich durchsetzen. Grundlage dafür ist der bevorstehende Abschluss des Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) zwischen der EU und Kanada. Dieses ist nach monatelangen Geheimverhandlungen nun offensichtlich zwischen EU-Agrarbürokraten und der kanadischen Regierung fertig ausverhandelt.

EU-Spitzenfunktionäre wie Kommissionspräsident José Manuel Barroso loben dieses transatlantische Freihandelsabkommen als „ehrgeizig und wichtig“ mit „weitreichenden Auswirkungen auf die EU-Wirtschaft“. Man wolle den bilateralen Handel zwischen Kanada und der EU mit einem jährlichen Wachstumspotential von 26 Milliarden Euro ausstatten. Dadurch soll das EU-BIP gleichzeitig um zwölf Milliarden Euro steigen. Über den Umweg Kanada könnte nun jedoch vor allem die gentechnik-affine US-Agrarlobby den EU-Markt durchdringen.

NAFTA als Hintertür für USA-Agrarinteressen in der EU?

Noch unklar ist, welche Auswirkungen das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) – abgeschlossen zwischen Kanada, Mexiko und den USA – auf die Handelsbeziehungen in die EU haben wird. So könnten US-Großkonzerne ohne besonderen Aufwand eine Niederlassung in Kanada begründen, um dann über das CETA-Abkommen Europa zu „erobern“. Dass etwa Monsanto im heurigen Frühjahr seine Lobbying-Aktivitäten in der EU vorerst gestoppt hat, führen nun Insider darauf zurück, dass man in Zukunft CETA für die Eroberung des Europa-Marktes einsetzen könnte

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