Saudische Regierung bestraft „rebellische“ Autofahrerinnen

Immer totalitärere Züge nimmt das islamistisch geprägte Regime in Saudi-Arabien an, wenn es um die Gleichbehandlung von Mann und Frau im alltäglichen Leben geht. Obwohl es zu Zeiten des Propheten Mohammed keine Automobile gegeben hat, leiten fundamentalistische Muslime aus seinen Lehren ab, dass in der heutigen Gesellschaft das Autofahren den Frauen bei Strafandrohung verboten ist. Saudi-Arabien als Wiege des Islam setzt diese Linie mit aller Härte des Gesetzes gegen „fortschrittliche“ Frauen durch.

Eine angekündigte landesweite „Protestfahrt“ von „Auto-Rebellinnen“ wurde in letzte Minute nach massiven Drohungen durch die Sicherheitsbehörden abgesagt. Jenen Rebellinnen, die sich dennoch autonom hinters Steuer setzten, wurden verhaftet und werden mit schweren Strafen bedroht.

Islamisten sehen weibliche Autofahrer als Werkzeuge des Teufels

Unter anderem wurden Frauen in der Hauptstadt Riad, in Dschidda und in der heiligen Stadt Mekka verhaftet, nachdem sie von Polizeistreifen beim Steuern eines KFZ erwischt worden waren. Fundamentalisten bezeichneten die angekündigte „Protest-Autofahrt“ als Religionsfrevel und sehen die weiblichen Autofahrer als „Werkzeuge des Teufels“. Nun sollen nicht nur die erwischten Autofahrerinnen selbst, sondern auch alle jene Saudi-Araber, die über soziale Netze wie Facebook oder Twitter zum Protest gegen das Autofahrverbot aufrufen, behördlich verfolgt werden.

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