Stronach erwartet weitere Abgänge aus seiner Partei

Vor einem Scherbenhaufen steht Parteigründer Frank Stronach, wie sein Auftritt in der ORFPressestunde am vergangenen Sonntag bewiesen hat. Ein knappes Jahr nach der Gründung sowie der Beteiligung an vier Landtagswahlen und den Nationalratswahlen 2013 befindet sich seine noch junge Partei bereits wieder im Auflösungsprozess. In den Landesgruppen Kärnten, Niederösterreich und Salzburg rumort es und mit Monika Lindner hat bereits die erste Nationalratsabgeordnete ihr Mandat „mitgenommen“ und das Team Stronach verlassen.

Damit nicht genug, verlässt nun auch der Parteigründer selbst die Brücke. Er hat operativ bereits die Parteiführung an seine enge Vertraute Kathrin Nachbauer übergeben, die auch den Nationalratsklub des Team Stronach führen soll. Die tatsächliche Macht im Parlament wird allerdings der Steirerin Waltraud Dietrich übertragen, die als geschäftsführende Klubobfrau installiert wird. Stronach selbst möchte in relativ kurzer Zeit auch das erst am 29. September 2013 errungene Nationalratsmandat wieder zurücklegen. Für die 5,7 Prozent Stronach-Wähler stellt sich das als maximale Enttäuschung dar, da sie in Wahrheit eine Mogelpackung gewählt haben.

Stronach sieht weiteren „Aussortierungs-Prozess“ in seiner Partei

Stronach selbst, der nach eigenen Angaben bis zu 30 Millionen Euro als „Bank“ in seine Partei gepumpt hat, sieht derzeit einen „Aussortierungs-Prozess“ im Gange. In welcher personellen Zusammensetzung und Stärke die Partei dann noch bestehen bleiben wird, bleibt unbeantwortet. Auch die „Rückführung“ der von Stronach investierten Gelder in Wahlkampf und Organisation ist bisher ungeklärt und Anlass von Konflikten in der Partei. Heftige Kritik kommt an Stronachs Politstil kommt von FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl:

Frank Stronach hat heute neuerlich einen dramatischen wenngleich überflüssigen Beweis dafür abgeliefert, dass jede Stimme für das Team Stronach leider eine verlorene Stimme für Österreich ist. Während der einzelne Zuseher, der die ganze Stunde ausgehalten hat, sicherlich phasenweise hin- und hergerissen war, ob er Herrn Stronach eher bemitleiden oder belächeln soll, ist das Ergebnis für Österreich erschütternd, weil jede Stimme für dieses politische Sammelsurium leider eine verlorene ist. Wir laden alle Wählerinnen und Wähler, die von Frank Stronach und seiner Jux-Truppe mit Millionenaufwand hinters Licht geführt wurden und jetzt zu Recht enttäuscht sind, dazu ein, künftig die FPÖ mit ihrem Projekt einer wirklichen und nachhaltigen Erneuerung Österreichs zu unterstützen. Über die politische Existenz von Gebilden wie Stronach und Co. freuen sich nur SPÖ und ÖVP, während Österreich darunter leidet.

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