Flüchtlinge besetzen nun Kunst-Universität

Weil die im ehemaligen Serviten-Kloster in Wien-Alsergrund untergebrachten Flüchtlinge mit dem 30. Oktober das Gebäude für Sanierungszwecke verlassen müssen, besetzten diese gestern Abend kurzerhand die Akademie der bildenden Künste. Nach einem Vortrag blieben die etwa 24 Ausländer einfach in den Räumlichkeiten und ihre Betreuer riefen kurz später dazu auf, Schlafsäcke und Verpflegung vorbeizubringen. Die Flüchtlinge selbst wollen das Wort „Besetzung“ nicht in den Mund nehmen, sie sprechen von „Schutz suchen“

Rektorin nicht begeistert

Während eines Vortrages am gestrigen Abend gesellten sich die seit fast einem Jahr beherbergten 24 Flüchtlinge zu etwa 200 Studenten. Was als Diskussionsveranstaltung gedacht war, endete in einem dauerhaften Besuch. Wenig Begeisterung rief diese Aktion bei Rektorin Eva Blimlinger hervor. Diese rief zwar nicht die Polizei, spricht aber dennoch von einer ungewollten Besetzung. Weil die verbleibenden Flüchtlinge die Forderung erheben, nur gemeinsam aus ihrem bisherigen Quartier, dem Servitenkloster, umgesiedelt werden zu wollen, stellt sich die Suche nach einer derartig großen Bleibe aber als schwierig heraus.

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