AKP-Abgeordnete tragen Kopftuch im türkischen Parlament – Unzensuriert
AKP-Abgeordnete tragen Kopftuch im türkischen Parlament

Einen weiteren Schritt in Richtung Islamismus hat die Türkei vollzogen. Im Parlament in Ankara sind erstmals vier weibliche Abgeordnete der Regierungspartei AKP mit Kopftuch erschienen. Sie brechen damit ein politisches und rechtliches Tabu. Im Jahr 1999 war eine islamistische Abgeordnete deshalb noch aus dem Parlament ausgeschlossen worden und es wurde ihr gerichtlich sogar die Staatsbürgerschaft aberkannt. Nach mehr als einem Jahrzehnt als Regierungschef hat Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan (AKP) jedoch schrittweise alle laizistischen Traditionen des Staatsgründers Kemal Atatürk über Bord geworfen. Die regierungsnahe Nachrichtenagentur Anadolu jubelte über diesen “historischen Moment”.

Nachdem bereits 2010 das Kopftuchtragen an den türkischen Universitäten erlaubt worden war, führte man diese Erlaubnis vor einigen Wochen nun auch im öffentlichen Dienst ein. Lediglich die weiblichen Polizei- und Justizkräfte dürfen weiterhin kein Kopftuch im Dienst tragen.

Erdogan führt die Türkei weiter nach Asien

Obwohl es immer wieder Lippenbekenntnisse gibt, sich zu “europäisieren”, führt Ministerpräsident Erdogan die Türkei immer weiter nach Asien bzw. in den islamischen Kulturkreis zurück. Erdogans Plan ist es offensichtlich, als islamistische Großmacht mittel- und langfristig den Führungsanspruch im Mittleren und Nahen Osten zu erheben. Dabei setzt man innen- und außenpolitisch auf die fundamentalistischen Kräfte unter den Muslimen.

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