Kuba fällt in staatssozialistische Phase zurück

Das kommunistisch geführte Kuba fällt nach einer kurzen Phase des Liberalismus nun offensichtlich wieder in eine strenge staatssozialistische Phase zurück. In den letzten Jahren hatte die kommunistische Führung verschiedene Wirtschaftssektoren für Kleinstunternehmer und Handwerker geöffnet. Davon profitierten die Konsumenten ebenso wie die rund 20.000 Kleinstunternehmer, die hier ein neues Beschäftigungsfeld vorfanden.

Nun legt die Staatsführung in Havanna umso heftiger den Rückwärtsgang ein. Erstes Ziel der Verbotsmaßnahmen ist die Untersagung von Privatkinos und dem privaten Import von Handelsware. Weitere Sektoren in Gastronomie, Handel und Handwerk könnten schon bald folgen.

Richtungsstreit in kubanischer Führung über Sozialismus

Dogmatische kommunistische Kader, die ihr Vorbild im nordkoreanischen System sehen, beobachten mit Argwohn die von Staatspräsident Raúl Castro eingeschlagene Reformpolitik. Die Alt-Kommunisten in Havanna befürchten, dass durch den “Mini-Kapitalismus” der Kleinstunternehmer das sozialistische System aufgeweicht wird und damit das Anfang vom Ende der Alleinherrschaft auf der Inselrepublik naht. Aktuell sind 79 Prozent der kubanischen Bevölkerung direkt beim Staat oder bei staatseigenen Unternehmen angestellt. Lediglich ein Teil der Landwirtschaft und der Kleinstgewerbetreibenden ist “privat”.

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