Prozess gegen Mursi nach Eklat vertagt

Heute begann der Monsterprozess der amtierenden ägyptischen Regierung gegen den ehemaligen Staatspräsidenten Mohammend Mursi. Mursi und 14 weitere hohe Funktionäre der mittlerweile verbotenen Muslimbruderschaft stehen vor dem Richter, weil ihnen die Anstiftung zur Ermordnung von Demonstranten vorgeworfen wird. Mursi und seinen Mitstreitern droht bei einer Verurteilung die Todesstrafe. Unmittelbar nach Beginn kam es bereits zum Eklat. Mursi weigerte sich, die vorgeschrieben Häftlingskleidung zu trafen. Zudem skandierten die Angeklagten Protestrufe. Der Prozess wurde auf Jänner vertagt.

Mursi befindet sich seit seinem Sturz durch die ägyptischen Militärs unter strengster Bewachung an einem geheimen Ort – der Prozess war sein erster öffentlicher Auftritt seit Juli 2013.

Muslimbrüder organisierten Großdemonstrationen gegen Prozess

Die nun aus dem Untergrund heraus agierenden Muslimbrüder haben angekündigt, gegen den nun anlaufenden Prozess im ganzen Land Großdemonstrationen zu organisieren. Dieses Demonstrationen sollen laut Aussagen illegaler Führer der Muslimbrüder einen „Prozess des Volkswillens“ demonstrieren und deklarieren, dass die Bevölkerung mit der Anklage und dem Verfahren gegen Mursi nicht einverstanden sei. Damit kommt es zu einem neuen Machtkampf zwischen der von den Militärs unterstützten Regierung und den Islamisten in Ägypten.

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