400.000 Euro teure Fledermausbrücken sind nutzlos

Einen besonderen Schildbürgerstreich um zwei sogenannte „Fledermausbrücken“ gibt es im grün-rot regierten Bundesland Baden-Württemberg. Bei der Nordwestumfahrung Biberach sind seit einigen Monaten zwei rund fünf Meter breite und 30 Meter lange Fledermausbrücken in Betrieb. Kostenpunkt dieser Einrichtung: 400.000 Euro. Diese Bauwerke sollen dazu dienen, nachtaktive Fledermäuse zu Fuß über die Straßenführung zu bringen. Viele Naturschützer schütteln den Kopf, denn man ist bisher in Theorie und Praxis eigentlich davon ausgegangen, dass sich Fledermäuse bevorzugt fliegend fortbewegen. Von „Watschelfledermäusen“ hat man jedenfalls noch nichts gehört.

Tierschützer erklären Einrichtung mit „Lotsen-Funktion“

Tierschützer rechtfertigen die Fledermausbrücken mit der niedrigen Flughöhe der Fledermäuse. Durch ihr Flugverhalten würden sie Gefahr laufen, mit vorbeifahrenden Fahrzeugen zu kollidieren. Durch die beiden Brücken soll eine sogenannte „Trichterfunktion“ entstehen, wodurch die Tiere über die vielbefahrene Straße gelotst werden sollen. Ob dies in der Praxis tatsächlich funktioniert, ist bisher noch unbewiesen. Damit wären aber nicht nur die 400.000 Euro Herstellungskosten „frustriert“, sondern auch die 35.000 Euro für die Überwachung dieses „Trichtersystems“.

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