Historiker revidieren deutsche Kriegsschuld von 1914

99 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs beginnen nun Historiker, die bisher eindeutig dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn zugeordnete Kriegsschuld zu hinterfragen. Bisher waren politisch korrekte Historikerdarum bemüht, den “Mittelmächten” die Alleinschuld am Ersten Weltkrieg zuzuordnen. Auf dieser These fußten die Verträge von Versailles und St. Germain, die das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn unterjochten und auch die Saat für den Zweiten Weltkrieg ausbrachten.

Deutschland musste noch bis einschließlich 2010 Reparationszahlungen an die Alliierten leisten. Die letzte Rate dieser “Wiedergutmachung” betrug 2010 allein 69,9 Millionen Euro und wurde im deutschen Bundeshaushalt unter “bereinigte Auslandsschulden” ausgewiesen.

Neue Historikergeneration möchte Alleinschuldthese revidieren

Generationen von Schülern und Geschichtsstudenten mussten die These der deutschen und österreichisch-ungarischen Kriegsschuld über sich ergehen lassen. Umso erstaunlicher ist es, dass eine neue Historikergeneration diese nun revidiert. In der Sendung “Wer war schuld? – Der Weg in den Ersten Weltkrieg” im öffentlich-rechtlichen Sender Phoenix nahmen die Historiker Christopher Clark (University of Cambridge) und Sönke Neitzel (London School of Economics and Political Science) gegen diese Alleinschuldthese Stellung.

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