Österreichs Trümmerfrauen werden bis heute nicht gewürdigt

Vor 70 Jahren bombardierten die Alliierten die Stadt Wien. Das Cajetan-Felder-Institut (CFI) lud anlassbezogen zu einer Veranstaltung ins alte Wiener Rathaus zum Thema „Trümmerfrauen“. Am Podium konnte CFI-Präsident Walter Prinz die ehemaligen Nationalratsabgeordneten Erika Seda (SPÖ) – sie ist Zeitzeugin – und Theresia Zierler (FPÖ) begrüßen, weiters den Zweiten Wiener Landtagspräsidenten Johann Herzog (FPÖ) und den Wiener Historiker Univ.-Prof. Lothar Höbelt.

Im Zuge der Veranstaltung wurde das schreckliche Leid, das die allierten Bombenangriffe über die unschuldige Zivilbevölkerung brachten, auf dem Podium und mit dem Publikum diskutiert. Die Frauen an der Heimatfront mussten neben der Kindererziehung auch beim Beseitigen der Schuttberge während und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs alleine Hand anlegen. Für viele Frauen waren die Erlebnisse von damals lange Zeit ein Tabu-Thema, über das nie gesprochen wurde. Von der Republik Österreich und der Stadt Wien gab es jahrzehntelang keine Anerkennung. Erst unter Schwarz-Blau Anfang des 21. Jahrhunderts konnte eine bescheiden Einmalzahlung gegen den Widerstand der vereinigten Linken durchgesetzt werden.

Denkmal für Wiener Trümmerfrauen als Dank und Erinnerung

Seit vielen Jahren fordern Zeitzeugen und Historiker auch ein Denkmal für die Wiener Trümmerfrauen als Dank und Erinnerung an die geleistete Wiederaufbauarbeit. Johann Herzog erinnerte daran, dass die Wiener Freiheitlichen mehrmals Anträge für ein solches Denkmal eingebracht haben. Bei den anderen Rathaus-Parteien stieß diese Initiative jedoch bisher auf Desinteresse. Nun will die FPÖ eine neuerliche Initiative starten, um unter Umständen auf einem Privatgrundstück dieses Denkmal zu verwirklichen.

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