Griechenlands rot-schwarze Staatsverwaltung ist vollkommen verrottet

Griechenlands rot-schwarze Staatsverwaltung ist vollkommen verrottet. Deshalb kommt trotz massiver Geldspritzen durch den Internationalen Währungsfonds, die Europäische Zentralbank und die EU-Kommission kein Schwung in die von der internationalen Gläubigergemeinschaft aufgetragenen Reformen. Im Gegenteil, der von Parteigängern der roten PASOK und der schwarzen Nea Dimokratia (ND) durchsetzte Staatsapparat mit 607.516 öffentlich Bediensteten bremst jede Innovation.

Seit Jahrzehnten schauen PASOK und ND darauf, dass keine Reformen ihr Klientel in der Staatsverwaltung treffen und diese weiterhin in den Tag hinein verwalten können. Vielerorts hat in den Athener Amtsstuben nicht einmal die EDV Einzug gehalten. Der „elektronische Analphabetismus“ ist in Ministerien und nachgeordneten Dienststellen auch im Jahr 2013 immer noch weit verbreitet.

Sängerin Vicky Leandros als Kronzeugin gegen Staatsapparat

Die Preußische Allgemeine Zeitung zitiert in einem Bericht die in Deutschland berühmte griechische Sängerin Vicky Leandros, die zwischen 2006 und 2008 für die sozialistische PASOK als Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Kultur und internationale Beziehungen in der Stadt Piräus politisch tätig war. „Wie Politiker dort gearbeitet haben, oder besser gesagt nicht gearbeitet haben, war schockierend“, sagt sie. Beamte seien gekommen und gegangen, wie es ihnen gepasst habe, Faxe ins Ausland seien selbst in der Abteilung für Kultur und internationale Beziehungen verboten gewesen – man habe befürchtet, die Mitarbeiter könnten sie privat nutzen. Leandros war nicht zuletzt wegen der Reformunwilligkeit und der verrotteten Verwaltung nach knapp zwei Jahren frustriert zurückgetreten.

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