World Economic Forum warnt vor sozialen Unruhen in Europa

Die steigende Arbeitslosigkeit, die Verarmung weiter Teile der europäischen Bevölkerung und die Rettung der Banken zulasten der Bürger dürften sich laut “World Economic Forum” (WEF) bald in flächendeckenden sozialen Aufständen entladen. Szenarien wie steigende Kriminalitätsraten, eine stagnierende oder schrumpfende Wirtschaft und Jugendliche ohne Zukunftsperspektiven werden genannt, wenn nicht bald von der Regierungen etwas unternommen wird. Die globalen Machteliten fürchten solche Szenarien bereits, wie eine Umfrage unter 1.500 Entscheidungsträgern weltweit ergab. Allen voran die Jugendarbeitslosigkeit und die Zwangsabgaben an die Banken sind Zündstoff für Massenproteste, wie sie aktuell in Frankreich stattfinden. Auch die griechische und die spanische Gesellschaft sind mittlerweile tief gespalten und hegen großes Misstrauen gegenüber der Regierung und der EU.

Jugendarbeitslosigkeit als größtes Problem

Laut dem Bericht sind bereits 40 Prozent aller weltweit Arbeitslosen zwischen 15 und 24 Jahre alt, umgerechnet 75 Millionen Menschen. Das Risiko für einen Jugendlichen, arbeitslos zu werden, ist drei Mal höher als bei einem Erwachsenen, so das WEF. Bei EU-Spitzenreiter Griechenland liegt die Jugendarbeitslosigkeit in manchen Regionen sogar bei 75 Prozent. Schuld an diesen Zustände sind unter anderem die strengen Auflagen der Troika und deren rücksichtslose Austeritätspolitik. Die Jugendarbeitslosigkeit und die gleichzeitige Verarmung der älteren Menschen durch Pensionskürzungen und Niedrigzinspolitik schüren das soziale Konfliktpotential in ganz Europa. Ende Oktober haben zum Beispiel in Italien und Portugal zehntausende Menschen gegen die Sparpolitik ihrer Regierungen protestiert. In Griechenland gehören Streiks und Proteste seit dem Ausbruch der Staatsschuldenkrise beinahe zur Tagesordnung.

Soziale Ungleichheit verschärft sich weltweit

Auch in Nord- und Südamerika, Asien und Afrika brodelt es in den Gesellschaften. Allen voran die Einkommens-Ungleichheit ist hier das größte Konfliktpotential. Angefangen beim politisch motivierten “Arabischen Frühling”, der sich als islamistischer Winter entpuppt hat, bis hin zu den wirtschaftlichen Protesten der Textilarbeiter in Südostasien besteht somit eine Gefahr für die “globale Sicherheit”, so das WEF. Weltweit beobachten die Befragten außerdem, dass die Bevölkerungen das Vertrauen in die Politik und andere Institutionen wie beispielsweise Banken verliert. 

Das aktuell von der Regierung verschwiegene Budgetloch und die folgenden Sparmaßnahmen, vor allem bei Familien und Pensionisten, könnten auch bald in Österreich erste soziale Proteste entfachen. Als zusätzliche Belastungen könnte auch noch die angedachte Zwangsabgabe von 10 Prozent des Vermögens auf die Bürger zukommen, die durch die fortgesetzten Zinssenkungen der EZB ohnehin schon schleichend enteignet werden.

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