Deutschland produziert zu viele Akademiker ohne reale Jobchancen

Deutschland produziert zu viele Akademiker ohne reale Jobchancen. Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Philologenverband. Grundlage dieser Kritik an der Bildungspolitik ist das Faktum, dass es aktuell bereits mehr Studierende als Auszubildende in Deutschland gibt. Rund 500.000 Studenten stehen nur mehr 482.000 Ausbildende in Lehrberufen gegenüber.

Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Philologenverbandes kritisiert vor allem die OECD, die Jahr für Jahr das hohe Lied der Akademisierung singt. Eine „100-Prozent Akademisierung“ Deutschlands ist für Meidinger der sichere Weg in Arbeitslosigkeit und Disqualifzierung der Gesellschaft, da viele Berufe einen Praxisbezug und keine Hörsaal-Ausbildung brauchten.

Ausbildungsrenditen nicht mehr gegeben

Meidlinger und seine Experten kritisieren vor allem die Jahr für Jahr vorgerechneten „Ausbildungsrenditen“ durch ein akademisches Studium, die die OECD immer wieder der deutschen Öffentlichkeit vorhält. Bei den Geistes- und Sozialwissenschaftlern sind dieses Renditen nicht mehr zu erzielen. Bildungsökonomisch führt eine „Vollakademikergesellschaft“ sogar zu einem Mehrwert gegen Null für die Absolventen.

Demgegenüber tut sich bei den Facharbeitern jedoch eine immer größere Ersatzlücke auf, da immer weniger junge Deutsche ein Handwerk bzw. einen manuellen Beruf erlernen. Durch diesen wachsenden Facharbeitermangel trocknet der Arbeitsmarkt Jahr für Jahr mehr aus, wohingegen die Akademikerarbeitslosigkeit steigt.

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