Griechische Abgeordnete wollen den Gürtel nicht enger schnallen

Während die griechischen Staatsbürger immer neue Einschnitte über sich ergehen lassen müssen, halten die Volksvertreter in Athen reichlich wenig von einem Sparkurs in eigener Sache. So beklagte sich etwa der christdemokratische Abgeordneter der Regierungspartei Nea Dimokratia (ND), Danis Tzamtzis, wörtlich übersetzt, dass er “Scheiße in Brot” verwandeln müsse, um überleben zu können.

Diese Aussage führte zu einem wahren Aufschrei in der griechischen Bevölkerung. Unter den Griechen ist es Allgemeingut, dass es sich die Abgeordneten in den letzten 40 Jahren eines rot-schwarzen Zweiparteiensystems immer gerichtet hatten.

8198,79 Euro Mindest-Monatsgehalt für die einfachen Abgeordneten

Nicht weniger als 8198,79 Euro Monatsgehalt überweist das Athener Parlament den Volksvertretern monatlich. Neben einem Grundgehalt kassieren die Abgeordneten auch noch Diäten, Reisekosten und Verfügungsmittel für Büro, Handy und Porto. Damit nicht genug, bekommen sie für den Besuch einzelner Ausschüsse extra Sitzungsgelder überwiesen. Auch ein Mietkostenzuschuss von bis zu 1000 Euro und der Anspruch auf “Abgeordneten-Darlehen” bis zu 10.000 Euro gesellen sich zur finanziellen Grundausstattung dazu.

Zur Abrundung gibt es noch die kostenlose Zuteilung eines Dienstwagens und die Finanzierung von fünf Mitarbeitern pro Abgeordneten. Für das Jahr 2013 wurden die Diäten noch um acht Prozent angehoben, erst für das kommende Jahr gibt es eine Nulllohrunde für Politiker. Die übrigen Griechen kommen nicht so gut weg, sie müssen nämlich für 2014 mit durchschnittlich 4,6 Prozent an Kürzungen rechnen.

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