“Kirchenasylant” als Schlepper identifiziert

Laut Medienberichten wurde von der Polizei ein Schlepper identifiziert, der zu jener Gruppe von Flüchtlingen zählen dürfte, die  im November des Vorjahres die Wiener Votivkirche besetzt haben. Sein Fahrzeug wurde nach einen Verfolgungsjagd über 20 Kilometzer auf der Ostautobahn von der ungarischen Grenze bis Bruck/Leitha gestoppt, er selbst entkam jedoch. Im Wagen waren laut Kronen Zeitung drei Geschleppte – ein Afghane, ein Nepalese sowie eine Tibeterin. Der Pakistani soll außerdem illegal nach Österreich eingereist sein und sich mit falschen Papieren einen Handyvertrag ergaunert haben, heißt es.

Wiens FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus in einer ersten Reaktion: “Schutzbedürftige Asylwerber? Es war immer schon klar, dass das ein Schmäh ist! Diese Menschen – das ist auch teilweise bereits durch Gerichte letztinstanzlich bestätigt – sind zu uns gekommen, um sich in die soziale Hängematte zu legen. Aber offenbar entfalten einige von ihnen, angestachelt von der ihnen entgegengebrachten, falsch verstandenen Toleranz, bei uns auch ungeniert kriminelle Aktivitäten.” Gudenus fordert erneut, dass die Innenministerin endlich die Gesetze umsetzt und die abgewiesenen Asylanten festnehmen und dann abschieben lassen soll.

SOS Mitmensch verklärt Besetzer als Gipfelstürmer

Angesichts der neuerlichen Verdachtsmomente geradezu skurril mutet eine heutige Aussendung der Organisation SOS Mitmensch an. Anlässlich des bevorstehenden “Jahrestags” der Proteste – am 24. November marschierten einige Asylanten von Traiskirchen nach Wien – bezeichnet SOS-Sprecher Alexander Pollak die Votivkirchen-Besetzer als die “Reinhold Messners der Flucht” und beklagt die fehlende Anerkennung ihrer Leistung:

Doch im Gegensatz zu Reinhold Messner, der bei seinen waghalsigen Achttausender-Besteigungen immer wusste, wo der Gipfel liegt, hängen die Refugees nach wie vor in einer Steilwand ohne sichtbarem Ende fest. Und während Reinhold Messner für seine Willenskraft bewundert wurde, schlagen den Refugees politisches Desinteresse und manchmal auch Schmährufe entgegen. Dabei haben sie sich für ihren Mut und ihre Willenskraft Respekt verdient, ganz egal welche Position man in der Flüchtlingsdebatte einnimmt.

Mit den schwülstigen Formulierungen einher geht die Forderung nach der Schaffung “legaler Fluchtwege” nach Europa.

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