Europas Frauen wollen Familie und Teilzeitbeschäftigung

Eine bereits 2011 erstellte Studie der Organisation “Mouvement Mondial des Meres” (Weltbewegung der Mütter) zum Thema “Frauen, Mutterschaft, Familie und Beschäftigung, wurde von Politik und Medien bis jetzt offensichtlich unter Verschluss gehalten. Nun wurde sie auch in deutscher Übersetzung veröffentlicht. Dies wundert umso mehr, als die Studie im Auftrag der Europäischen Kommission erstellt worden ist und insgesamt 12.000 Frauen dazu befragt worden sind.  Zu “konservativ” und traditionsbewusst ist das Ergebnis für die europäische Frauen- und Familienpolitik offensichtlich ausgefallen. In dieser Studie kommt man zum Schluss, dass die europäische Frau von heute eine grundsätzlich positive Einstellung zu Familie und Mutterschaft hat.

Immerhin 25 Prozent der Frauen möchten sich in Vollzeit der Familie und damit ihren Kindern widmen, weitere 63 würden ihre Zeit bei der Familie gerne mit einer Teilzeitstelle kombinieren und nur elf Prozent wünschen sich eine Vollzeitstelle.

Mutterschaft ist zentraler Faktor für sozialen Zusammenhalt

Aber nicht nur der Wille und Wunsch zur  Vereinbarkeit von Familie und Beruf waren ein zentrales Ergebnis dieser Studie. Auch der Faktor Mutterschaft für den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft wird herausgearbeitet: Je mehr Kinder eine Mutter hat, desto wahrscheinlicher ist bei ihr ein ehrenamtliches Engagement. 39 Prozent der Mütter mit einem Kind geben an, dass sie regelmäßig unentgeltlich für andere tätig sind. Bei Müttern mit zwei Kindern steigt dieser Anteil auf 48 Prozent und bei denen mit drei Kindern sogar auf 59 Prozent. Müttern mit fünf Kindern üben sogar zu 77 Prozent eines oder mehrere Ehrenämter aus.

Als Ergebnis lassen sich drei zentrale Forderungen der europäischen Mütter an die Politik zusammenfassen:

1) Lasst Müttern eine echte Wahl, ob sie sich Vollzeit um ihre Kinder kümmern wollen oder nicht.

2) Erhöht das Ansehen der Mutterschaft in unserer Gesellschaft.

3) Nutzt die steigende Lebenserwartung, damit Mütter eine Auszeit vom Erwerbsleben nehmen können, wenn ihre Kinder jung sind und erlaubt es den Frauen, wieder ins Erwerbsleben zurückzukehren, wenn die Kinder groß geworden sind, ohne ihnen das Gefühl zu geben, sie seien, zu alt , um noch nützlich zu sein.

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