Bonn lud Muslimführer Karim Lakhal von Veranstaltung aus

Die salafistische Szene in der ehemaligen deutschen Bundeshauptstadt Bonn radikalisiert sich zunehmend. Bereits im Mai 2012 lieferten sich gewalttätige Extremisten anlässlich einer von der Bürgerbewegung Pro NRW angemeldeten Demonstration Straßenschlachten mit der Polizei. Zwei Beamte wurden sogar lebensgefährlich verletzt. Politik und Behörden in Nordrhein-Westfalen spielten das Problem lange herunter und ignorierten die Gefahr aus diesem Eck. Dazu kam, dass die rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf aus gesellschaftspolitischen Gründen eine Diskussion über den wachsenden Salafismus gar nicht aufkommen lassen wollten.

Jetzt wurde aber auch der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) hellhörig und ließ den Sprecher des Rats der Muslime in Bonn, Karim Lakhal, von einer Veranstaltung unter dem Titel „Salfismus-Prävention“ wieder ausladen. Dagegen revoltieren nun die Muslimverbände und boykottierten die Diskussion.

SPD-Bürgermeister forderte Muslime zur Distanzierung auf

Offensichtlich alarmiert von radikalen Tendenzen in der Bonner Muslimszene rief SPD-Bürgermeister Nimptsch den Rat der Muslime auf, sich vor radikalen Elementen und Initiativen zu distanzieren. Daraufhin sagten die Vertreter der Moscheen, die Muslimliga und die Islamische Hochschulvereinigung ebenfalls ihre Teilnahme an der Präventionsveranstaltung ab. Die Muslime äußerten sich im Gegenteil dahingehend, dass sie gar keine Lust hätten, sich von Karim Lakhal und anderen extremistischen Elementen zu distanzieren. Nun stecken die roten Stadtväter Bonns in der Zwickmühle.

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