Berliner Landesbank wird für Sparkassensektor neues Milliardengrab – Unzensuriert
Berliner Landesbank wird für Sparkassensektor neues Milliardengrab

Die Berliner Landesbank (LBB) droht zu einem neuen Milliardengrab für den deutschen Sparkassensektor zu werden. Offensichtlich müssen die deutschen Sparkassen für das Bilanzjahr 2013 neuerlich rund eine Milliarde Euro abschreiben, um die marode Berliner Landesbank zu retten. Damit erhöht sich der bereits in den letzten Jahren abgeschriebene Betrag von 2,2 Milliarden Euro, den die rund 400 deutschen Sparkassen zur Sanierung der LBB zuschießen mussten, um weitere 50 Prozent.

Um die LBB zu retten, nahmen die deutschen Sparkassen im Jahr 2007 insgesamt 5,5 Milliarden Euro in die Hand, zuletzt reduzierte sich der Buchwert dieses Engagements aber auf 3,3 Milliarden Euro, womit ein Wertverlust von rund 40 Prozent innerhalb von fünf Bilanzjahren eingetreten war. Aktuell liegt dieser Buchwert nur noch bei 2,2 bis 2,4 Milliarden Euro.

Bilanzgewinn erst wieder für 2015 erwartet

Der Chef des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon, hatte seine Mitglieder bereits im Oktober in einer “Vorauswarnung” auf die umfassenden Beteiligungsabschreibungen eingestellt. Neben den Abschreibungen kommen aus dem aktuellen Geschäft weitere 275 Millionen Euro als Bilanzverlust, erst ab 2015 rechnet man in optimistischen Vorausschauen mit einem Plus. Wegen der miesen Lage musste die LBB ihre Fondssparte und weitere Teile des Kapitalmarktgeschäftes an die Dekabank abstoßen.

Sparkassenverbandschef Fahrenschon, ehemaliger CSU-Finanzminister in Bayern, hatte offensichtlich aus den Erfahrungen mit der LBB vor einem knappen halben Jahr die Einführung einer Bankenunion und damit eine europaweite Haftung für marode Banken abgelehnt.

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