AfD möchte mit Henkel für EU kandidieren

Neuen Auftrieb für die am 25. Mai 2014 stattfindenden EU-Wahlen erhält die junge EU- und Euro-kritische Partei “Alternative für Deutschland” (AfD). Der Berliner Landesverband bringt den ehemaligen Industriellenverbandspräsidenten Hans-Olaf Henkel als Spitzenkandidat für die Europawahlen ins Gespräch. Henkel, der ursprünglich FDP-Unterstützer gewesen ist und den Industriellenverband BDI zwischen 1995 und 2000 führte, zählt zu den prominentesten Euro-Kritikern in Deutschland.

Bereits bei der Bundestagswahl im September 2013 unterstützte er die AfD in ihrer Wahlbewegung. Der FDP, die damals aus dem Bundestag flog, tat Henkels Engagement doppelt weh, da seine Persönlichkeit vor allem in konservativ-liberale Kernwählerschichten der Freien Demokraten wirkte.

Drei-Prozent-Hürde ist mit Henkel locker zu überspringen

Anders als bei den Bundestagswahlen mit der für kleinere Parteien schwierig zu überspringenden Fünf-Prozent-Hürde gilt für die EU-Wahl eine Drei-Prozent-Hürde. Diese traut man sich bei der AfD zu, mit einem Spitzenkandidaten vom Format Henkels locker zu überspringen. Gleichzeitig kann man mit dem für FDP-Wähler attraktiven Henkel die Freien Demokraten höchstwahrscheinlich auf die Plätze verweisen.

Dies wäre die erste Niederlage für den neuen FDP-Chef Christian Lindner, der die AfD als “Bauernfängertruppe” beschimpfte. Derzeit liegt die AfD in allen Umfragen auf Bundesebene vor den Freien Demokraten.

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