Französisches Pferdefleisch aus Pharmaforschung landet auf dem Mittagstisch

Ein neuer Pferdefleischskandal erschüttert die französische Landwirtschaft. Dabei ist der vor knapp zwei Jahr bekannt gewordene Skandal um falsch deklariertes Pferdefleisch in der französischen Lebensmittelindustrie nie gänzlich aufgeklärt worden. Nun wurde der Verdacht erhoben, dass Versuchspferde aus der Pharma-Forschung illegal für die Lebensmittelproduktion geschlachtet worden sind. Die französischen Behörden haben gemeinsam mit der Gendarmerie in elf Departements Reitställe, Pharmalabors und Lebensmittelunternehmen untersucht.

Im Zentrum der Untersuchungen steht der französische Pharmakonzern Sanofi, aus dessen Versuchspferde-Beständen das Fleisch schlussendlich in die Lebensmittelproduktion gekommen sein soll.

Hunderte mit Antibiotika behandelte Pferde wurden verarbeitet

Nach einer Dokumentenanalyse der Behörden sollen mehrere hundert mit Antibiotika behandelte Pferde geschlachtet und weiterverarbeitet worden sein. 21 Personen sind bei einer Großrazzia festgenommen worden. Zu den Verdächtigen zählen Pferdehändler, Tierärzte, Mitarbeiter von Schlachthöfen, Metzger und sogar ein Informatiker. Diese Personengruppe soll nicht nur den Verkauf organisiert, sondern sich auch um die Dokumentenfälschung gekümmert haben.

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