500 dank syrischer Flüchtlinge “Zahl des Jahres”

Die Frau des Jahres, der Mann des Jahres, das Wort des Jahres – das alles mag ja seine Berechtigung haben in der medialen Welt. Jetzt – so kurz vor Jahresende – hat sich auch noch eine Zahl des Jahres 2013 gefunden. Der erst in diesem Sommer gegründete Verein “Numeris” einigte sich auf die Zahl 500, weil sich im Herbst die Regierung bereiterklärt hatte, abseits des laufenden Asylverfahrens zusätzlich 500 syrische Flüchtlinge aufzunehmen.

Das Ziel des Vereins ist es, das Verständnis und die Wertschätzung von Zahlen zu fördern. Der Verein sei im Sommer aus einer Vorlesung der Uni Wien bzw. der Technischen Universität Wien heraus gegründet worden, so Vorstandsmitglied Thomas Bauer zur APA. Die Zahl des Jahres wurde von einer fünfköpfigen Jury gewählt, in der die Politik- und Kommunikationswissenschafterin Monika Mokre (Akademie der Wissenschaften), der Philosoph und Wissenschaftstheoretiker Markus Peschl (Uni Wien), der Rektor der Medizinuni Graz, Josef Smolle, der Mathematiker Rudolf Taschner sowie der Rektor der Uni Klagenfurt, Oliver Vitouch, vertreten waren.

Die Zahl “0” für die Regierung

Künftig will der Verein jährlich aus Vorschlägen der Bevölkerung eine “Zahl des Jahres” wählen, einen “Tag der Zahlen” begehen und recherchieren, “wo und wie Zahlen missbraucht werden, um Informationen zu verfälschen und die entsprechenden Fälle veröffentlichen”. Da kommt auf die Vereinsmitglieder viel Arbeit zu, denn allein die Verfälschung der Budgetzahlen, die Rekorddefizite im Bund und in den Ländern oder die Milliardenzahlungen für den Euro-Rettungsschirm sind Kandidaten für Missbrauchszahlen. Am besten wäre, wenn der Verein “Numeris” für das Jahr 2014 die “0” zur Zahl des Jahres kürt. Für alle Nullen in der Regierung.

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