Rösler muss beruflich in die Schweiz emigrieren

Nachhaltige berufliche Konsequenzen hat das Ausscheiden der FDP aus Regierung und Parlament für den ehemaligen Parteichef, Vizekanzler und Wirtschaftsminister Philipp Rösler. Er muss beruflich ins Exil gehen. Laut Nachrichtenmagazin Focus verschlägt es ihn in die Schweiz, wo er für das Weltwirtschaftsforum in Genf tätig sein soll.

Laut Focus soll sich Rösler um die regionalen Belange des Weltwirtschaftsforums kümmern. Er nimmt auch seine Frau und seine Kinder, die mit ihm bisher in Niedersachsen lebten, nach Genf mit.

Unbeliebtester FDP-Chef in der Geschichte

Als Rösler 2011 seinem Vorgänger Guido Westerwelle als Parteichef nachfolgte, wurde der aus Vietnam stammende ehemalige Waisenjunge als Paradebeispiel für gelungene Integration von Ausländern in Deutschland und neues Multi-Kulti-Gesicht der Liberalen gefeiert. Doch von Anfang an waren Rösler die Schuhe als Minister und Parteichef viel zu groß. Seine innerparteiliche Akzeptanz, aber auch sein Zuspruch in der Bevölkerung schwanden rasant. Röslers damaliger FDP-Generalsekretär Patrick Döring beklagte offen “rassistische Vorurteile” bei den sonst ach so linken Liberalen.

Laut Döring hätten auf FDP-Stammtischen viele Parteimitglieder immer wieder gegen den “Vietnamesen” Rösler polemisiert. Dies führte dazu, dass dieser Rainer Brüderle den Vortritt als Spitzenkandidat für die Bundestagswahlen 2013 geben musste. Der hessische FDP-Integrationsminister Jens-Uwe Hahn sagte damals gegenüber der Frankfurter Neuen Presse: “Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren.”

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