Bolivianischer Präsident Morales ist für Kinderarbeit

Immer sonderbarere Vorschläge kommen von linken Staats- und Regierungschefs aus Mittel- und Südamerika. Vor einigen Monaten wollte der linke Präsident von Ecuador, Rafael Correa, die Medien in seinem Land verbieten bzw. verstaatlichen, da ihm die Berichterstattung gegenüber seiner Regierungspolitik nicht passte. Nun lässt der rote Staatschef von Bolivien aufhorchen: Er verteidigt die Kinderarbeit in seinem „sozialistischen Paradies“, obwohl er bei seinen Wahlbewegungen 2005 und 2009 an der Spitze seiner Partei Movimiento al Socialismo (MAS) gegen diese Art der modernen Sklaverei aufgetreten war. Morales, selbst einst Kinderarbeiter, findet plötzlich nichts mehr an der Ausbeutung von Kleinkindern ab dem sechsten Lebensjahr, die in der Landwirtschaft, aber auch im Bergbau bzw. Wanderhandel Schwerstarbeit leisten müssen.

Ein von Teilen seiner eigenen Partei gefordertes Kinderarbeitsverbot und ein Mindestbeschäftigungsalter von 14 Jahren wird von Morales plötzlich blockiert. Insider der bolivianischen Politik spekulieren darüber, dass einflussreiche Lobbys zunehmend die Kontrolle über den Präsidenten gewinnen.

Morales verrät eigenen Ideale immer mehr

Der bereits über acht Jahre im Amt befindliche Morales gerät immer mehr ins Kritikfeld ehemaliger Anhänger. So wirft ihm der ebenfalls aus der indianischen Bevölkerung stammende Felipe Quispe einen Verrat an den eigen Wählern vor. Morales hatte während seiner Amtszeit zwei indianische Minister – Bildungsminister Félix Patzi und Wasserminister Abel Mamani – durch weiße Technokraten ersetzt. Heute entstammt nur mehr Außenminister David Choquehuanca dem Kreis der indianischen Ureinwohner Boliviens.

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