Ägyptische Regierung erklärt Muslimbrüder zu Terroristen

Nach dem blutigen Anschlag radikaler Islamisten auf eine Polizeistation im ägyptischen Mansura greift die Regierung in Kairo hart durch: Die Muslimbruderschaft von Ex-Präsident Mohammed Mursi wird zur Terrororganisation erklärt. Dies ist der nächste Schlag gegen Mursi und seine radikale Organisation. Bereits im November war die Muslimbruderschaft polizeilich verboten worden. Mit der Erklärung zur Terrororganisation droht Aktivisten nicht nur die Verhaftung, sondern sogar die Todesstrafe.

Die Regierung in Kairo macht die Muslimbrüder als Drahtzieher für den Terroranschlag in Mansura verantwortlich, wo insgesamt 16 Menschen den Tod fanden. Offiziell hatte sich dazu eine Al-Kaida-nahe Gruppe mit dem Namen Ansar Beit al-Makdis bekannt. Diese Dschihadisten-Organisation hat bisher im Suez-Gebiet und auf dem Sinai operiert. Offiziell hatten sich die Muslimbrüder vom Anschlag distanziert, doch die Regierung schenkt dem keinen Glauben.

Terrorqualifikation letzter Akt gegen Muslimbrüder

Die Qualifikaiton als Terrororganisation ist nun offensichtlich der letzte Akt der Regierung gegen die Muslimbrüder. Nach dem Sturz des ehemaligen Staatspräsidenten Mursi und dessen Verhaftung im Sommer 2013 drängte die aktuelle Regierung mit Hilfe der Armee die Muslimbrüder Zug um Zug aus allen Ämtern und verhaftete die gesamte offizielle Führungsmannschaft. Diese muss sich, allen voran Ex-Präsident Mursi, derzeit wegen Tötung von Demonstranten, Landesverrat und Terrorismus vor einem Sondergericht verantworten.

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