Dancing Stars 2014 ohne Stars: Tochter, Sohn und Schwester als Promis

Nur noch zehn statt zwölf Kandidaten werden bei der ORF-Show Dancing Stars 2014 im Ballsaal zu sehen sein. Das hat vor allem den Grund, dass diesem Fernsehformat die Prominenten ausgehen. So überrascht es wenig, dass sich mit dem früheren Weltklasse-Skispringer Hubert Neuper nur ein einziger österreichweit Bekannter auf das Tanzparkett wagt. Sonst sind Namen zu finden, die kaum einer kennt. Um dabei zu sein, reicht es offenbar, Sohn, Tochter oder Schwester von Promis zu sein.

Mit Daniel Serafin (Bariton) tanzt der Sohn des weit berühmteren Vaters Harald Serafin in der Show auf, mit Roxanne Rapp (Designerin und bildende Künstlerin) die Tochter von Entertainer Peter Rapp und mit Melanie Binder die Zwillingsschwester von Mirjam Weichselbraun, die die Sendung moderiert. Da ist der Ex-Skirennläufer Erik Schinegger im Vergleich ein Superstar. Er erlangte Berühmtheit, als er 1966 als Erika Schinegger Weltmeisterin im Abfahrtslauf wurde. Schinegger wird sich die Qual wohl des Geldes wegen antun. Als Minimum werden 17.000 Euro kolportiert – pro Woche, die ein Kandidat übersteht, sollen weitere 2.000 Euro fällig werden.

Society-Journalistin vom SPÖ-nahen Echo-Medienhaus

Die Summe reizt die wirklichen A-Promis wie Niki Lauda oder Franz Klammer offenbar nicht, weshalb der ORF zu beschämenden Maßnahmen gezwungen ist: Zum einen füllt man den Kandidaten-Kader mit eigenen Leuten auf. Neben ORF-Moderatorin Andrea Puschl (Thema) konnte Fernsehdirektion Kathrin Zechner auch noch Adelsexpertin Lisbeth Bischoff überreden, das Tanzbein zu schwingen. Fast schon ins Lächerliche begibt sich der ORF mit dem Engagement von Andrea Buday. Sie haben den Namen noch nie gehört? Bei Buday handelt es sich um eine Society-Journalistin, die sich selbst gerne zur Society zählt und bei Veranstaltungen durch ihren Kopfschmuck auffällt. Allerdings ist Buday nicht für ein wirklich wichtiges Medium im Land tätig, sondern für Produkte des SPÖ-nahen Echo-Medienhauses. Dass der ORF dieser Dame nun eine große Bühne bietet und ihr dafür auch noch viel Geld überweist, versteht kaum jemand. Offenbar war es noch nie so leicht, ins Fernsehen zu kommen.

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