Prammer-Geburtstag auf Kosten der Steuerzahler

Mit rund 470 Gästen feierte Parlamentspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) ihren 60. Geburtstag im Parlament. Der Schönheitsfehler dabei: Prammer ließ ihr rauschendes Fest vermutlich von den Bürgern bezahlen.

Geld ausgeben auf Kosten der Bürger können die Sozialdemokraten besonders gut. Besonders unschön wird es, wenn sie sogar ihre privaten Feste von den Steuerzahlern sponsern lassen. Als Festveranstaltung des SPÖ-Klubs angekündigt, fand das Geburtstagsfest noch dazu im historischen Sitzungssaal des Parlaments statt. Dieser Sitzungssaal wird in der Regel nur für ganz besondere Veranstaltungen vergeben. Ob der Geburtstag von Barbara Prammer ein nationales Anliegen war, darüber lässt sich streiten. Pikant dabei ist auch noch, dass sich die Präsidentin explizit vorbehalten hat, die Vergabe des historischen Sitzungssaals persönlich zu genehmigen. Jetzt hat sie davon Gebrauch gemacht – und zwar in eigener Sache. Und der SPÖ-Klub, der mit Millionen Euro vom Staat subventioniert wird, hat wohl die Rechnung bezahlen dürfen.

Geburtstagsfest im Parlament nur für Rote

Das Geld vom Steuerzahler nehmen die Roten dafür also gerne in die Hand, doch zum elitären Fest werden nur ausgewählte Personen eingeladen. Als Gratulanten stellten sich neben Bundespräsident Heinz Fischer auch Ex-Bundeskanzler Franz Vranitzky ein, der die Festrede hielt. Auch Bundeskanzler Werner Faymann und SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder ließen es sich am Buffet schmecken. Platz für die Ehrengäste war genug, denn Prammer feierte nicht nur im historischen Sitzungssaal, sondern auch in der Säulenhalle und im Abgeordneten-Sprechzimmer. Diese Räume wurden vom SPÖ-Klub jedenfalls von 16 bis 20 Uhr reserviert. Interessant in diesem Zusammenhang: Als der frühere Dritte Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ) bei Prammer um Räumlichkeiten für seinen 50. Geburtstag anfragte, hieß es von der Parlamentspräsidentin, dass es keine Räume für Geburtstagsfeiern gebe. Graf lud daraufhin in sein Büro. Für die SPÖ-Politiker sind eben nicht alle gleich.

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