Katholischer Weltbild-Verlag muss Konkurs anmelden

Einen schweren Schlag muss die deutsche katholische Kirche einstecken. Der katholische Verlags- und Buchhandelskonzern “Weltbild” ist zahlungsunfähig und muss Konkurs anmelden. Weltbild stellte am Freitag beim Amtsgericht in Augsburg Insolvenzantrag, nun stehen mehr als 6.300 Mitarbeiter auf der Straße. Weltbild war gemeinsam mit dem Kooperationspartner Hugendubel der zweitgrößte Buchhandelsbetrieb in Deutschland.

Nun möchte der bereits aus dem Schlecker-Konkursverfahren bekannte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz den Geschäftsbetrieb weiterführen. Aktuell ist nur die Firmenholding von der Insolvenz betroffen. Es gibt aber noch die Tochterfirmen buecher.de sowie zwei Weltbild-Ableger in der Schweiz und in Österreich. Sie sollen nach ersten Berichten von der Insolvenz nicht betroffen sein.

160 Millionen Euro fehlten

Zuletzt war die Insolvenz nicht mehr abwendbar, weil die katholischen Eigentümer den Geldhahn zudrehten. Die aus dem Verband der Diözesen Deutschlands – zwölf einzelnen Diözesen und der Soldatenseelsorge Berlin – bestehende Eigentümergruppe hätte kurzfristig bis zu 160 Millionen Euro aufbringen müssen, um die Insolvenz nicht eintreten zu lassen. Darüber hinaus wären weitere dreistellige Millionenbeträge zu einer mittelfristigen Weiterführung notwendig gewesen. Im Herbst 2013 hatten die Eigentümer ein letztes Mal 65 Millionen in den Weltbild-Verlag “nachgeschossen”.

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