Prammer sorgt in ORF-Pressestunde für Entgleisung gegen Akademikerball

Als „schönes Signal“ würde Barbara Prammer eine Absage des bevorstehenden Wiener Akademikerballs empfinden, erklärte die rote Nationalratspräsidentin heute in der ORF-Pressestunde. Sie nahm außerdem Bezug auf einen offenen Brief von KZ-Überlebenden, die gegen den Ball protestieren, und bewertete die Veranstaltung als einen Anlass für eine Provokation.

Prammers Wünsche dürften sich aber nicht erfüllen. Die FPÖ gab in Presseaussendungen scharf Contra. „Traurig und beschämend finde ich es, dass es für die Präsidentin des Nationalrats offenbar problematisch ist, wenn eine parlamentarische Partei wie die FPÖ einen Ball veranstaltet. Anstatt überparteilich darauf zu verweisen, dass man trotz unterschiedlicher politischer Ansichten die Rechte anderer demokratischer Parteien anzuerkennen und zu gewährleisten habe, ist für die Präsidentin offenbar eine eigene sozialistische Werteordnung die oberste Instanz“, erklärte Generalsekretär Herbert Kickl.

Für Wiens Landesparteisekretär Hans-Jörg Jenewein sind Prammers Aussagen einer Parlamentspräsidentin unwürdig. Sie habe mit keinem Wort das Versammlungs- und Veranstaltungsrecht für alle politischen Gruppen in diesem Land erwähnt und hege offenbar Sympathien für schwarz vermummte Gewalttäter und Verbrecher.

Prammers Sympathien für vermummte Gewalttäter

Jenewein erinnert, dass es in den letzten Jahren zu Ausschreitungen der linksfaschistischen Szene gekommen war. Rechtschaffene Bürger seien vom rot-grünen Mob durch die Straßen gehetzt worden, Frauen wurden unter grölendem Gelächter der bunt behaarten Applausgeber bespuckt und mit Bier überschüttet. Ein angeblich friedfertiger Demonstrant sei mit einem 1,2 Kilogramm schweren Sprengkörper polizeilich angehalten worden. Offenbar habe Prammer kein Problem damit, dass vermummte Gewalttäter mit sowjetischen Fahnen durch Wien ziehen und Gewalt gegen Andersdenkende offen ausleben.

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