Erdogan lässt in Deutschland AKP-Ableger gründen

In seiner türkischen Heimat steht Ministerpräsident Erdogan heftig unter Beschuss. Korruptionsskandale rund um seine Regierungspartei AKP führten zu einer Säuberungswelle im gesamten Staatsapparat. Von der Justiz über die Polizei bis hin zu wichtigen Auslandsbotschaften wurden überall neue Funktionäre eingesetzt, um die Macht des autoritären Regierungschefs zu zementieren. Nun streckt Erdogan erneut seine Fühler aus und lässt quer durch Europa Unterstützungs-Vereinigungen seiner AKP gründen. Durch eine Änderung der türkischen Wahlgesetze können nun auch die Auslandstürken bei Urnengängen in ihrer ehemaligen Heimat mitmachen. Davon erwartet sich Erdogan zusätzliche Stimmen für seine Partei.

In Hessen wurde nun in insgesamt neun Städten die Gründung von Zweigstellen der Union Türkischer „(UETD) initiiert. An der Spitze der UETD steht der Erdogan-Fan Muhsin Senol. Dieser möchte nun offenbar unter den in Hessen ansässigen Türken die Lobbying-Arbeit für Erdogan organisieren.

100 AKP-nahe Vereine für Erdogans Unterstützung geplant

Insgesamt planen  Erdogans Mitstreiter die Gründung von 100 neuen Ortsvereinen der UETD. In Hessen stehen nach der erfolgten Gründung in Kassel weitere Zweigstellen des Erdogan-Vereins in Wiesbaden, Offenbach, Langen, Bad Homburg, Friedberg, Hanau, Wetzlar, Gießen und Darmstadt auf dem Programm.  Kritiker wie der türkischstämmige CDU-Abgeordnete Ismail Tipi sehen durch Erdogans Aktivitäten die Gefahr neuer Spannungen in der türkischen Bevölkerung in Deutschland. So könnte der Wahlkampf in der Türkei nun auch in die türkischen Migrantenbezirke in Deutschland überschwappen und dort für wachsende Konflikte bis hin zu Gewalttätigkeiten führen.

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