Vereinte Nationen rechnen mit 206 Millionen Arbeitslosen

Alarm in Sachen Arbeitsmarkt schlagen nun die Vereinten Nationen. In ihrem aktuellen Bericht für 2014 rechnet die Internationale Arbeitsorganisation, eine Teilorganisation der UNO, mit bis zu 206 Millionen Arbeitslosen weltweit. Bis 2018 könnte diese Zahl sogar bis auf 218 Millionen Arbeitslose steigen. Grund für die steigende Arbeitslosigkeit sind bescheidene Wirtschaftswachstumszahlen und dadurch fehlende Jobangebote. Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2008 lassen den Motor einer neuen Arbeitsplatzbeschaffung stottern.

Vor allem die Jugendarbeitslosigkeit explodiert. Allein Ende 2013 waren weltweit 74,5 Millionen Menschen bis zum 25. Lebensjahr ohne Job. Direkte Auswirkung dieser Jobmisere ist eine Massenarmut, die dazu führt, dass 839 Millionen Menschen mit weniger als 1,5 Euro täglich das Auslagen finden müssen.

Arbeitsplatzsituation in Österreich ist durch Ostöffnung negativ

Am 15.  Jänner 2014 veröffentlichte das österreichische Wirtschaftsministerium ein sogenanntes wirtschaftspolitisches Datenblatt. Darin geht die Wirtschaftsforschung insgesamt davon aus, dass es in den nächsten Jahren auch in unserer Heimat immer schwieriger werden wird, einen Job zu bekommen. Entgegen der offziellen Regierungsmeinung gibt man in einer zitierten Studie des Wirtschafsforschungsinstitutes (WIFO) sehr wohl der Arbeitsmarktöffnung für Bulgaren und Rumänen eine Hauptschuld an der Entwicklung:

Aufgrund der gebremsten Dynamik des privaten Konsums wird die Konjunkturbelebung allerdings nur verhalten ausfallen. Die Stagnation der Nettoreallöhne, die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte und die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt belasten die Kaufkraft der privaten Haushalte. Die Zunahme des Arbeitskräfteangebotes ist durch Sondereffekte wie strengere Regeln für den Pensionszugang und die Arbeitsmarktöffnung für Arbeitskräfte aus Bulgarien und Rumänien geprägt. Sie kann 2014 nicht vollständig durch die Zunahme der Beschäftigung absorbiert werden, die Arbeitslosenquote steigt daher auf 7,9 % und verharrt 2015 auf diesem Niveau.

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