Grüne standen Pate für gewaltbereite Opernball-Demonstrationen

Nun versuchen die Grünen unter Führung ihrer Obfrau Eva Glawischnig gegenüber ihrer Jugendorganisation wegen deren Kontakt zur NOWKR-Gruppe „Kindesweglegung“. Die Grüne Jugend gelobte vordergründig Besserung und möchte radikale Aufrufe, die über ihre Internetseiten verbreitet werden, künftig „kontrollieren“. Damit wird wieder einmal ein halbherziger Kurs gegenüber linksextremistischer Gewalt und Verbindungen zu diesem Milieu gefahren. Das verwundert nicht, stehen die Grünen doch an der Wiege der seinerzeitigen gewalttätigen Opernball-Demonstrationen Ende der achtziger Jahre. Und auch bei den gewalttätigen Demos gegen Schwarz-Blau 2000 bis 2002 waren die Grünen stets prominent mit dabei.

Die erste Opernball-Demonstration fand 1987 statt, ein knappes halbes Jahr nachdem die Grünen in den Nationalrat eingezogen worden waren. Radikale Elemente demonstrierten damals gewalttätig gegen den CSU-Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß. Mit dabei bereits Mitglieder der Grünen aus der Bundeshauptstadt Wien. Dies versuchen Eva Glawischnig und Co nun zu vertuschen.

Peter Pilz als prominenter Opernball-Demonstrant

Die Grünen-Chefin Glawischnig verstieg sich am 27. Jänner 2014 sogar kurzfristig mit der Aussage auf ihrer Facebook-Seite zu dem Satz: „Team Glawischnig: Peter Pilz war nie bei einer Opernballdemo.Unterlassen sie derart faktenwidrige Behauptungen.“ Dieser Eintrag verschwand dann aber plötzlich wieder, denn er ist leicht zu wiederlegen.

Facebook Posting von Glawischnig am 27.1.2014

Der Falter schreibt in Ausgabe 7/88 in einem Bericht zur Opernballdemo, die wegen befürchteter Gewalttaten verboten wurde:

Alle Veranstaltungen zum Jahr 1988 erscheinen wie ein Hohn, wenn es uns verboten ist, unseren Protest zu formulieren, sagte Kundgebungssprecher der Grünen Pilz.

Grüner als Anmelder der Demo

Offizieller Anmelder der damaligen Opernballdemo war seinerzeit laut Aktenlage ein gewisser Anton Sticht, Bezirksrat der Grünen. Und ein historischer Bericht über „Soziale Bewegungen“ von Robert Foltin unter dem Titel „Und wir bewegen und doch“ weiß folgendes über die Opernballkrawalle der achtziger Jahre zu berichten:

Die Krawalle zum Opernball waren ein jährlicher Höhepunkt im autonomen Kalender. [.] Diese Auseinandersetzungen wurden auch in Österreich mit Sympathie verfolgt. Und dann war ausgerechnet der bayrische Ministerpräsident, Franz Josef Strauß, ein Feindbild der Linken, zu Gast beim Opernball 1987, noch dazu beim Pflichterfüller Waldheim. Die Grüne Alternative Wien kündigte aus diesem Grund am Tag des Balles, dem 26. Februar 1987, eine Kundgebung vor der Oper an. [.]

Für das darauf folgende Jahr (11. Februar 1988) versuchte ein Personenkomitee „Anti-Obern-Ball“ eine Kundgebung anzumelden, die aber untersagt wurde. Schon am Vormittag wurde eine Kette über den Ring (innerstädtische Hauptverkehrsader) gespannt, um den Autoverkehr zu blockieren und auf die Demonstration aufmerksam zu machen. Die Medien kündigten Krawalle an, wohl gerade deshalb kamen über 3000 Menschen. Die DemonstrantInnen wurden durch Absperrungen in „Steinwurfdistanz“ von der Oper gehalten, nicht mehr auf den Ring gelassen, wie auch in den nächsten Jahren üblich.

Angesichts dieser Historie erscheint es geradezu grotesk, dass heute Peter Pilz als einziger Grüner neben der Parteichefin klare Worte gegen die Gewalt vom Freitag findet. „Wer nicht in der Lage ist, zwischen Grüner Bewegung und Schwarzem Block zu unterscheiden, hat sich entschieden. Wer von legitimer Gewalt gegen Sachen und illegitimer Gewalt gegen Menschen faselt, soll das nicht in unserem Namen tun“, sagte Pilz gestern. Wie er wohl reagiert hätte, wenn ihm 1988 ein älterer Grün-Funktionär Ähnliches über die Medien ausgerichtet hätte?

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