Gefälschter Hitlergruß: SJ-Funktionär muss vor Gericht

Groß war die mediale Aufregung über einen angeblichen Hitlergruß, den ein Jugendlicher im Zuge des letzten Nationalratswahlkampfs bei einer FPÖ-Kundgebung in Graz getätigt haben soll. Die Sozialistische Jugend (SJ) veröffentlichte ein “Beweis-Foto”, woraufhin das Landesamt für Verfassungsschutz Ermittlungen aufnahm. Wie sich herausstellte, schunkelten die beschuldigten Teilnehmer zur Musik der John-Otti-Band, welche den HC-Song “Liebe ist der Weg” spielte. Die FPÖ hatte entsprechende Video-Beweise sichergestellt und auch die verdächtigten Personen wehrten sich gegen die Vorwürfe massiv. Auch von einer Manipulation der Fotos war die Rede.

Dennoch behauptete der SJ-Politiker Sebastian Pay, der auch die Fotos veröffentlichte, dass es drei Zeugen gebe. Über etwaige Klagen mache er sich keine Sorgen. Mittlerweile aber muss sich Pay, für den die Unschuldsvermutung gilt, vor Gericht wegen Verleumdung und falscher Beweisaussage verantworten, wie die Kronen Zeitung berichtete. Der Staatsanwalt ist überzeugt, dass Pay bewusst Fotos auswählte, die einem Hitlergruß ähneln würden. Der Strafrahmen beträgt zwischen 6 Monate und 5 Jahre. Der Verhandlungstermin ist noch offen.

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