Medien gierten nach noch mehr linksextremem Krawall

Jahrelang wurde die linksextreme Gewalt im Gefolge gutmenschlicher Demonstrationen von den meisten Medien totgeschwiegen. Noch im Vorjahr, als zahlreiche Besucher des Akademikerballs Opfer des marodierenden Mobs wurden und die Polizei kaum einschritt, war das den österreichischen Blättern und dem Staatsfunk ORF keine Erwähnung wert. Heuer änderte sich die Berichterstattung. Unzählige zerschlagene Schaufensterscheiben im Zentrum Wiens konnten nicht mehr ignoriert werden. Obwohl die Stadt Wien die Putzkolonnen der MA48 dem „Schwarzen Block“ direkt hinterher schickte, waren die Spuren des Millionenschadens noch tagelang sichtbar – für die Wiener genauso wie für unzählige Touristen.

Also kam die Kehrtwende. Plötzlich las man sogar in linken Medien wie dem Falter oder dem Magazin NEWS über die Gefährlichkeit der linken Gewalttäter, über die perfekte Organisation der Straftaten und sogar über die tiefe Verstrickung von grünen und roten Parteigängern.

Mit Facebook-Initiative gegen Pürstl

Doch schon bald verlagerte sich die Sympathie der Medienvertreter wieder dahin, wo sie hergekommen war. Der Polizeieinsatz war plötzlich das große Problem, die Facebook-Initiative für den Rücktritt der Wiener Polizeipräsidenten Gerhard Pürstl wurde intensiv behandelt. Deren Gründer wurde zum beliebten Interview-Partner, seine politische Einstellung interessierte die Journalisten nicht und vermochte daher auch nicht, sie in ihrem Eifer zu bremsen.

David Albrich ist Aktivist einer Organisation namens „Linkswende“. Sie ist für die gelben Plakate verantwortlich, die den Massenmörder Breivik und FPÖ-Obmann HC Strache nebeneinander abbilden und behaupten: „Verschiedene Gesichter – derselbe Hass“. Eine Botschaft, die vor allem den Hass der Erfinder des Slogans unter Beweis stellt. Selbst ausgewiesene Linke halten die Linkswende daher eher für eine Polit-Sekte denn für eine ernstzunehmende Gruppierung. Obwohl sich der Selbstvorstellungstext auf ihrer Internetseite auch mit dem Wort „demokratisch“ schmückt, lässt die Linkswende keinen Zweifel am Endziel und viel Platz für die Wahl der Mittel:

Um eine solche gerechte – eine sozialistische – Gesellschaft errichten zu können, müssen Arbeiter und Arbeiterinnen kollektiv gegen das herrschende System vorgehen, seine staatlichen Strukturen zerschlagen und kollektiv die Kontrolle übernehmen. Wir stehen für einen Sozialismus von unten, denn – wie Karl Marx sagte – „Die Befreiung der Arbeiterklasse muss das Werk der Arbeiterklasse selbst sein.“

Chaos blieb trotz medialem Sensationshunger aus

Einen führenden Aktivisten dieser Gruppierung lassen Österreichs Medien auftreten wie einen seriösen demokratischen politischen Akteur. „Wir gehen für die Grundrechte auf die Straße“, durfte er beispielsweise in der Tageszeitung Österreich sagen, während er sich vom Schwarzen Block „ausdrücklich nicht distanzieren“ wollte. Die „1.000 Demonstranten“, die Österreich herbeisehnte, kamen natürlich nicht zum Anti-Pürstl-Protest. Es werden wohl eher die 300 gewesen sein, die Österreich am Tag der Demo in seinem hysterischen „Live-Ticker“ vermeldete als die nachher via Austria Presse Agentur durch die übrigen Medien gereichten 550.

Österreich verkündete danach – scheinbar aufatmend – „Chaos blieb aus“ – obwohl sich diese und andere Zeitungen tagelang bemüht hatten, genau dieses Chaos herbeizuschreiben. Ganz nebenbei machen sie damit linksextreme Sektierer zu scheinbar salonfähigen Teilen des politischen Spektrums. Es wird Zeit, dass im Verfassungsschutzbericht die gefährlichen linksextremen Organisationen beim Namen genannt werden. Bis dato ist das nicht der Fall. Dieses Versäumnis macht es Organisationen wie der Linkswende (zu) einfach, sich in einem links gepolten und sensationslüsternen Medienumfeld wichtig zu machen.

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