Rot-Schwarze Koalition führt österreichische Sektsteuer wieder ein

Diese Woche winkten SPÖ und ÖVP im Finanzausschuss des Nationalrats die Wiedereinführung der 2005 auf Null gesetzten Schaumweinsteuer durch. Das heißt: Ab 1. März 2014 wird dem österreichischen Sekt rund ein Euro Steuer zusätzlich „aufgepfropft“. „Die umgangssprachlich als Sektsteuer bekannte Belastung wurde vor zwölf Jahren aus guten Gründen abgeschafft, da diese Bagatellsteuer kaum Geld in die Staatskasse gespült hat“, erklärt dazu FPÖ-Finanzsprecher Hubert Fuchs. Zudem ist sie für den Wirtschaftsstandort Österreich wettbewerbsverzerrend.

„Steuerpolitische Kasperliade“ von Rot-Schwarz

Mit Unverständnis reagiert auch FPÖ-Nationalrat Peter Wurm. Er kommt selbst aus der Getränkebranche: „Die Sektsteuer wieder einzuführen, ist eine steuerpolitische Kasperliade. Das ist Schwachsinn – in steuerlicher, in wirtschaftlicher und in sozialer Hinsicht.“ Nicht nur, dass SPÖ und ÖVP das Glaserl Sekt für den Einzelnen wieder zum Luxusgut machen würden, der Umsatz beim österreichischen Sekt werde zurückgehen. „Das trifft Sektproduzenten, Handel, Gastronomie sowie die mit der Sekterzeugung verbundenen Wirtschaftszweige – von den Winzern über die Flaschenabfüllung bis hin zu Transportunternehmen. Damit gefährdet die Regierung Arbeitsplätze“, warnt Wurm. Und das zu Recht: Sektproduzent Schlumberger hat bereits angekündigt, dass es „trotz aller Bemühungen“ künftig nur noch schwer möglich sein werde, den Sekt in Österreich zu produzieren. Die Winzer, die den Grundwein liefern, würde das besonders hart treffen. Auf dem Spiel steht die Existenz von rund 3.000 Betrieben. Das österreichische Sektkomitee befürchtet schwerwiegende Auswirkungen für die heimischen Betriebe.

SPÖ und ÖVP vernichten heimisches Qualitätsprodukt

„Wegen maximal 20 Millionen Euro Steuereinnahmen – und da ist der Verwaltungsaufwand noch nicht abgezogen – werden heimische Sekthersteller mittel- bzw. langfristig ihre Existenzgrundlage verlieren“, warnt Hubert Fuchs. Nicht betroffen von der Steuer sind Frizzante, Perlweine und als „Prosecco“ bezeichnete Schaumweine. „Die Prosecco-Produzenten lassen wahrscheinlich schon den Drehverschluss knallen. Einziger Sinn der Steuer ist jener, dass die rot-schwarze Regierung ein österreichisches Qualitätsprodukt vernichtet“, fasst der FPÖ-Abgeordnete und Getränkehandelsexperte Peter Wurm zusammen.

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