Nationalbank-Elite steht wegen Schmiergeldskandal vor dem Strafgericht

Eine illustre Runde von Ex-Notenbankern steht wegen eines Schmiergeldskandals vor dem Wiener Strafgericht. Insgesamt neun Angeklagte – allesamt Ex-Manager der Österreichischen Nationalbank (OeNB) bzw. ihrer Tochtergesellschaft, der Banknotendruckerei (OeBS) – müssen sich unter anderem wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung, Beihilfe zur Untreue, Geldwäscherei, Bestechung und Bilanzfälschung verantworten.

Insgesamt geht es um nicht weniger als 14 Millionen Euro an Schmiergeld, das von Wien aus an Manager der Zentralbanken von Syrien und Aserbaidschan gezahlt worden sein soll. Im Gegenzug sollen lukrative Banknotendruckaufträge von diesen Staaten an die OeBS nach Wien gegangen sein.

„Mister Euro“ Wolfgang Duchatczek als Mastermind

Unter den Angeklagten befindet sich der ehemalige „Mister Euro“, Wolfgang Duchatczek, der als damals amtierender Vize-Gouverneur auch Aufsichtsratspräsident der Banknotendruckerei war. Als Hauptangeklagte werden von der Staatsanwaltschaft Johannes Miller und Kurt Meyer, die damaligen OeBS-Geschäftsführer, geführt. Aber auch der Ex-Marketingchef der OeBS, eine weitere leitende Angestellte und zwei Anwälte müssen die Anklagebank drücken. Den Angeklagten drohen bis zu 10 Jahre Haft haft, wenn sie den Taten überführt werden. 

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