Unzensuriert.at: In 5 Jahren zum größten regierungskritischen Medium

Als genau vor fünf Jahren – am 19. Februar 2009 – die Internetseite Unzensuriert.at das weltweite Netz betrat, war nicht abzusehen, dass es sich um die Geburtsstunde des größten regierungskritischen Mediums in Österreich handeln würde. Fünf Jahre später haben wir dieses nie gesteckte Ziel längst erreicht – ohne ein einziges Regierungsinserat und ohne einen Cent Presseförderung, überhaupt mit äußerst geringen finanziellen Mitteln, dafür mit enormem Einsatz vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter.

Die Zeit war wohl reif für unzensurierte Information. Immer mehr Menschen misstrauen den Darstellungen, die ihnen von den Mainstream-Medien vorgesetzt werden. Sie schöpfen Verdacht, wenn die Informationen und Interpretationen zu den wesentlichen wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Themen einander gleichen wie ein Ei dem anderen und suchen gezielt nach Alternativen, die hauptsächlich das Internet zu bieten hat.

Zugriffszahlen wachsen rasant

Daher können wir heute in der Verbreitung unserer Artikel durchaus mithalten mit den Angeboten staatlich geförderter Medien. Sehr viele erreichten Tausende, manche Zehntausende, einer sogar mehr als hunderttausend Leser. Und wer bei uns klickt, der will sich über politische und wirtschaftliche Zusammenhänge informieren und sucht nicht nach einem Gebrauchtwagen, einer neuen Wohnung oder der Wettervorhersage – Angebote, mit denen die großen Medienhäuser ihre Zugriffszahlen in die Höhe treiben.

So wurden im Laufe der Jahre aus 240.000 Seitenaufrufen (2009) zuletzt 6,2 Millionen (2013), und heuer werden wir diese Zahl erneut überspringen. Das liegt gewiss an unserer Themenauswahl und der Qualität unserer Beiträge, das liegt jedoch vor allem an der Treue unserer Leser, für die wir uns zum Jubiläum herzlich bedanken.

Unter Beobachtung von Politik und Medien

Die bereits erwähnten Mainstream-Medien haben uns in den fünf Jahren zum Teil richtig liebgewonnen. Die von Unzensuriert.at initiierte Petition „Pro Wehrpflicht“ schaffte es auf die Titelseite der Kronen Zeitung. Die Kommentare unserer Leser sind die am besten beobachteten im Land. Während dümmlich-aggressive Postings etwa im Standard, wo sie trotz Vorabkontrolle online gehen, niemanden jucken, beschäftigen solche auf Unzensuriert.at sogar die Parlamentspräsidentin. Von den angeblichen Anzeigen wegen „Verhetzung“ haben wir in den seither vergangenen neun Monaten übrigens nie wieder gehört.

Wenn wir bisher vor Gericht standen, dann meist auf Betreiben von Politikern, Journalisten oder konkurrierenden Medien. Dabei mussten wir bisweilen zur Kenntnis nehmen, dass unsere häufig geäußerte Kritik an der politischen Schlagseite der Justiz volle Berechtigung hat. Auch der erste hier erschienene Artikel beschäftigte sich mit einer justizanhängigen Causa: dem Forschungszentrum Seibersdorf. Fünf Jahre später ist die Staatsanwaltschaft keinen Schritt weiter gekommen: Sie ermittelt weiter gegen anonym Beschuldigte – ohne Anklage zu erheben oder das Verfahren einzustellen. Auch das ist Politjustiz.

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Unzensuriert, BLZ 14200, Kto.Nr.: 20010863865, BIC: EASYATW1, IBAN: AT581420020010863865.

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