Asylanten-Ankerkinder sind weiterhin Massenphänomen in Österreich

„Ankerkinder“ sind durch Schlepperorganisationen eingeschleuste unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die nach der Erlangung eines Aufenthaltsstatus ihre Eltern, Geschwister und sonstigen Angehörigen nachholen. Vor knapp zwei Jahren zeigte sich Caritas-Direktor Michael Landau über den Ausdruck „Ankerkinder“ noch schwer empört. Die Statistiken des Bundesministeriums für Inneres seit 2011 sprechen aber eine andere Sprache. Franz Schabhüttl, Leiter des Erstaufnahmezentrums Traiskirchen, bestätigte damals die Existenz dieses „Phänomens“:

Das heißt, die Kinder kommen hierher zu uns, werden ins System hineingenommen und haben dann ein Anrecht darauf, dass ihre Eltern nachkommen, also die Kernfamilie.

2011 wurden durch das Innenministerium insgesamt 1.136 unbegleitete Kinder als Flüchtlinge in Österreich fremdenpolizeilich erfasst, 2012 waren es sogar 1.631 – ein Anstieg um 44 Prozent.

3.766 Ankerkinder seit 2011 fremdenpolizeilich erfasst

Im Jahr 2013 wurden wiederum 999 Ankerkinder registriert, sodass man in den Jahren 2011 bis 2013 auf eine Gesamtzahl von 3.766 Ankerkindern kommt. Auch für heuer rechnet man mit einer hohen Anzahl solcher Fälle. Geändert haben sich teilweise die Herkunftsländer. Während 2011/2012 Afghanistan, Pakistan und Somalia die Top 3 bildeten, rückten 2013 Algerien und Syrien als Hauptherkunftsländer neben Afghanistan auf. 

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