Welser Roma-Campierverbot führt zu Streit in Gewerkschaft

Das von FPÖ und ÖVP im Welser Gemeinderat mit eindeutiger Mehrheit beschlossene Campierverbot für Roma-Familien auf dem Messegelände der Stadt führt zu einem fortgesetzten Konflikt in der ÖVP und der Gewerkschaft öffentlicher Dienst (GÖD). Peter Csar, ÖVP-Stadtparteiobmann und Landesvorsitzender der GÖD, wird dafür kritisiert, dass er das Zigeuner-Campierverbot, das sich gegen durchziehende Clans aus Osteuropa richtet, mitinitiiert hat.

Auf ÖVP-Seite wurden dagegen bis hinauf zu Landeshauptmann Josef Pühringer gegen die Welser Parteifreunde interveniert. Pühringer ließ sich sogar dazu herab, die Welser ÖVP zu kritisieren und zur „Umkehr“ zu mahnen. Nun mischen sich sogar GÖD-Funktionäre in die Welser Kommunalpolitik ein. Die rote Betriebsratsvorsitzende der Arbeiterkammer, Edith Rabl, kritisiert Csar heftig und stellt sogar in den Raum, dass wegen der Welser Causa viele GÖD-Mitglieder austreten könnten. 

ÖVP-Stadtparteichef denkt nicht an Richtungswechsel

Der ÖVP-Stadtparteiobmann hält vorerst jedoch dem öffentlich Druck stand. In der Tageszeitung Kurier wird er dazu folgendermaßen zitiert: „Da der Campierplatz im Messegelände immer wieder bei der Bevölkerung zu Kritik führt und auch immer Spannungen zwischen Roma/Sinti und der Bevölkerung aufgetreten sind, ist dieser Platz nicht geeignet.“ Das dürfe man nicht ignorieren. Die gehandhabte Platzlösung beizubehalten, hätte zur Folge, dass diese Spannungen prolongiert werden.

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