Erdogan führte konspirative Gespräche mit eigenem Sohn

Immer tiefer versinkt der autokratische türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan im Korruptionssumpf. Die oppositionelle Republikanische Volkspartei (CHP) hat nun ein abgehörtes Telefongespräch zwischen Erdogan und seinem Sohn Bilal an die Öffentlichkeit gebracht. In diesem Telefonat geht es um die Verschiebung von rund 30 Millionen Euro, die aus dunklen Quellen stammen sollen.

Erdogan bezichtigt seinen ehemaligen Unterstützer Fethullah Gülen, den Anführer der konservativ-islamischen „Gülen-Bewegung“, hinter den abgehörten Telefonaten und der Offensive der CHP zu stecken. Er bezeichnete die veröffentlichten Aufzeichnungen als „Fälschungen“, gegen die er zu gegebener Zeit vorgehen werde.

Die Erdogans wollten Millionen vor Ermittlern in Sicherheit bringen

Der Telefonmitschnitt stammt vom 17. Dezember 2013. Damals wurden die gegen die Regierung Erdogan gerichteten Korruptionsvorwürfe das erste Mal thematisiert. Erdogan und sein Sohn unterhielten sich über die Verschiebung dieser 30 Millionen Euro an Ahmet Calik. Der Calik-Konzern ist einer der wichtigsten türkischen Mischkonzerne. Unter seinem Dach vereinigen sich 34 Unternehmen aus den Bereichen Bau, Energie, Finanzen, Textilien, Logistik, Medien. Der Konzern hatte in der Vergangenheit Erdogans AKP massiv unterstützt.

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