Roter Gewerkschafter warnt vor Lohndumping in der Bauwirtschaft

Eine vernichtende Kritik äußerte der SPÖ-Abgeordnete und Vorsitzende der Baugewerkschaft, Josef Muchitsch, an der aktuellen Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik der rot-schwarzen Bundesregierung. Der rote Gewerkschafter beklagte in einem Beitrag für die Samstag-Krone, dass Bauunternehmen durch Subunternehmen immer mehr ausländische Arbeiter aus den EU-Oststaaten Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bulgarien und Rumänien als Beschäftigte heranzögen.

Muchitsch kritisierte, dass öffentliche Unternehmen wie die ÖBB, die ASFINAG oder die Wiener Bestattung bevorzugt ausländische Unternehmen und Arbeitnehmer bei ihren Projekten einsetzen. So würden die Errichtung von Lärmschutzwänden und der Betrieb von ÖBB-Baustellen von Arbeitern aus EU-Oststaaten durchgeführt. Die im Eigentum der Stadt Wien befindliche Wiener Bestattung würde die Produktion für Särge sogar durch slowenische Betriebe in Serbien vornehmen. Dies führt laut dem Baugewerkschafter insgesamt zu Lohndumping und Spitzenarbeitslosigkeit in der Baubranche.

FPÖ-Sozialsprecher Kickl fühlt Hundstorfer auf den Zahn

Auf der Grundlage der von Muchitsch geäußerten Kritik fühlt nun FPÖ-Sozialsprecher Herbert Kickl dem für die Arbeitsmarktpolitik zuständigen Sozialminister Rudolf Hundstorfer auf den Zahn. In einer parlamentarischen Anfrage möchte der FPÖ-Generalsekretär wissen, welche Maßnahmen Hundstorfers Ressort unternimmt, um hier eine Korrektur durchzuführen. Die FPÖ hatte bereits im Dezember 2013 Anträge eingebracht, um die EU-Ostöffnung für Bulgaren und Rumänen am österreichischen Arbeitsmarkt auszusetzen und sektoralen Beschränkungen des Arbeitsmarktes einzuführen. Auch der Chef der Freiheitlichen Arbeitnehmer, Bernhard Rösch, schaltete sich in die Sozial-Dumping-Diskussion ein und gab dem Gewerkschafter Muchitsch den Rat, sich bei seinem Genossen Hundstorfer zu bedanken. 

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